30.09.2016, 16:23 Uhr

Wahlsieg der Rechtspartei

Bezirksvertretungswahlen 1900
Marburger Zeitung vom 14. Jänner 1900.
Leibnitz, 10. Jänner 1900.

Die heute hier vorgenommene Wahl in die Bezirksvertretung vervollständigte die Niederlage der Klerikalen, indem ausschließlich die Wahlwerber der vereinigten deutschvolklichen und bauernbündlerischen Partei gewählt wurden und zwar die Herren Karl Neubauer, Gemeindevorstand in Spielfeld, Anton Hammer, Grundbesitzer in Retznei, Georg Flucher, Gemeindevorsteher in Leitring, Johann Holzer, Grundbesitzer in Gralla, Vinzenz Hammer, Gemeindevorsteher in Landscha, Karl Stechbauer, Gemeindevorsteher in Gamlitz, Josef Winter, Grundbesitzer in Schirka, Franz Scherr, Grundbesitzer in St. Nikolai im Sausal, F. Simperl, Grundbesitzer in Labuttendorf, Alois Meier, Grundbesitzer in Neudorf, Matthäus Pratter, Gemeindevorsteher in Grötsch, Johann Prasser, Grundbesitzer in Tillmitsch, Josef Lorber, Gemeindevorsteher in Neutersdorf.
Die Klerikalen büßten bei dieser Wahl ihre letzten vier Mandate ein, die sie in der Bezirksvertretung noch innehatten.
Der Bezirk Leibnitz ist von der Partei der Volksverräter und Volksbetrüger reingefegt, dank der Aufklärungsarbeit, welche vom politischen Wählerverein Leibnitz seit seinem Bestand entfaltet wurde. Heil den nächsten Reichstagswahlen!
Aus der Gruppe der Märkte wurden in die Bezirksvertretung entsendet: Leibnitz: die Herren Leopold Stramitzer, Dr. Roman Kügerl, Friedrich Pogatschnigg, Franz Holzer, Franz Waschak, Karl Kohautek, Franz Trummer und Johann Ritter (Kaufmann);
Ehrenhausen: Bürgermeister Josef Leitner, Dominik Schallhammer, Hausbesitzer und Archtekt, Anton Wagner, Fleischhauer;
Straß: Franz Gartner, Hausbesitzer, Johann Zirngast, Fleischhauer und Hausbesitzer.

Die Bezirksvertretung hatte wenig politischen Einfluss; sie war für Strukturfragen, wie z. B. den Wege- und Brückenbau zuständig.
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