18.09.2014, 11:52 Uhr

Winzer zeigt Gnade für Pferde

Esel und Pferde fühlen sich in Kitzeck wohl: Christian Cramer mit NAbg. Josef Riemer und Emanuel Wenk.

Vom Pferdegnadenhof Edelweiß nach Kitzeck: Weingut Cramer stellt Wiese zur Verfügung.

Das Aus für den Pferdegnadenhof Edelweiß in Groß St. Florian berührt viele Tierliebhaber. Und auch die WOCHE (wir berichteten mehrmals) folgte dem Hilferuf von Emanuel Wenk, der unermüdlich auf der Suche nach einer Bleibe für Pferde, Esel & Co. ist.
Jetzt gibt es erste Teilerfolge zu verzeichnen, freut sich auch NAbg. Josef Riemer, der als persönlicher Tierfreund und parlamentarischer Tiersprecher in Gesprächen als Vermittler auftrat und mit dem Kitzecker Winzer Christian Cramer ganz spontan einen Partner mit entsprechender Grünfläche gefunden hat.
Dementsprechend groß ist die Freude bei allen beteiligten Personen, vor allem bei Emanuel Wenk: "Die rund 7.000 m² Wiese in Hanglage mit angrenzendem Wald zum Unterstehen hier in Kitzeck ist für die Pferde und Esel geradezu ideal. Da die Pferde nicht mehr arbeiten müssen, werden ihre Muskel auf dem steilen Gelände trotzdem gefordert."


Glückliche Gesichter

Mittlerweile sind die Pferde und zwei Esel in Kitzeck auch zum beliebten Fotomotiv für Wanderer und Urlauber geworden, wie ein Lokalaugenschein der WOCHE Leibnitz zeigt. "Ich bin so froh, dass die Tiere auch den Nachbarn nicht stören und es rundum glückliche Gesichter gibt", betont Cramer, der bei der Errichtung des Zauns die fleißigen Helfer gerne kostenlos verköstigte und die Kosten für die Anschaffung eines Stromaggregats übernahm, um die notwendige Wasserversorgung für die Tiere zu gewährleisten.

Neuer Hof in Aussicht

Fündig geworden ist Emanuel Wenk in der Zwischenzeit auch, was einen neuen Pferdegnadenhof betrifft. Denn über den Winter können die Tiere nicht in Kitzeck und auf anderen Standorten bleiben. Weitere Pferde sind zurzeit in Köflach, auf der Soboth in Brünngraben und in St. Peter untergebracht. "Ich habe eine fixe Zusage für einen Hof in Stainztal. Ich habe dafür auch schon ein Konzept erstellt, um besuchergerecht und barrierefrei agieren zu können", so Wenk, der zurzeit die Ausbildung zum Dipl. Sozialfachbetreuer für Behinderte absolviert und auch künftig verstärkt mit Kindern am Hof arbeiten möchte. "Jetzt ist nur noch die Finanzierung zu klären. Wenn wir das Geld haben, können wir einziehen", hofft Wenk, dass das Vorhaben bis November gelingt. Für ihn war und ist die Arbeit mit den Tieren laut persönlichen Erzählungen die beste Therapie. Geld- und Futterspenden werden für die Tiere vom einstigen Gnadenhof Edelweiß unter Tel.: 0660/541 07 78 jederzeit gerne entgegen genommen.
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