17.11.2016, 15:10 Uhr

Wir retten den Planeten

Wir sind schuld an der Erwärmung der Erde, neben einigen anderen Ursachen, wie Vulkanismus usw., die ohne unser Zutun stattfinden. Den Menschen wird suggeriert, er habe es in der Hand, durch sein Verhalten unseren Planeten zu beherrschen. Diese undifferenzierte Behauptung weckt Schuldgefühle, von denen man sich mit einem höheren Strompreis, einer gestiegenen Maut usw. befreien kann. Das erinnert an den Ablasshandel des Mönchs Tetzl.

Man kann nicht bestreiten, dass die schnell wachsende Weltbevölkerung und die damit verbundene Umweltzerstörung die Lebensbedingungen verschlechtert, aber gerade dadurch auch das Problem löst. Ob wir damit eine Klimakatastrophe herbeiführen, dass ist noch nicht bewiesen. Von den Eiszeiten abgesehen, gab es in der Vergangenheit schon immer Klimaverwerfungen. Man fragt sich, warum die Sahara nicht erst im 21. Jh. auszutrocknen begann, dem prognostizierten Jahrhundert der Erderwärmung. Um 1600 fiel die Durchschnittstemperatur auf der Erde um 2 ° C. Nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora um 1.4 ° C. Zur Zeit ist sie 1.4 ° C höher.

Wir sollten einen kühlen Kopf bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Wie heißt es so schön: Mit Worten lässt sich trefflich streiten. Betrachten wir doch was Klimatologen vor Jahren zu sagen wussten:
Der Wiener Geograph Eduard Brückner zeigte 1890 einen 35 Jahre Rhythmus für Temperatur und Niederschlagsschwankungen im 18. und 19. Jahrhundert auf. Demnach sollte 1913 der Höhepunkt der nassen Jahre eintreten und dann sollte Trockenheit kommen. 1913 war zwar ein nasses Jahr, doch die Trockenperiode fiel aus. Es regnete bis 1930 kräftig weiter. Damit zeigt sich, dass sich auch auf eine zweihundertjährige Periode des sich ändernden Klimas keine Vorhersage aufbauen lässt. Fritz Hader schreibt 1947, dass sich 1873 auf der ganzen Erde etwas vorzubereiten begann, dass 1902 zum Beginn Klimaverwerfung geführt habe. Vor 1873 war ein schneller Wechsel von sehr kalten und sehr warmen Jahren zu beobachten. Von 1873 bis 1933 waren zu kalte und zu warme Jahre nicht mehr zu erleben. Gemeint sind die statistischen Durchschnittswerte. Seit 1933 ist nun wieder die relativ gleichmäßige Wärmeverteilung vorbei.
1934 ist zu warm, 1940 zu kalt. Es beginnt wieder eine Periode von rund 60 Jahren mit stark schwankenden Temperaturen. Fritz Hader beweist, dass wir uns seit 1933 in einem neuen Klimaabschnitt befinden, der mit einer Häufung kalter Winter beginnt. Alles sehnte sich nach höheren Temperaturen. 1946 erfüllte sich die Hoffnung auf einen warmen Frühling, mit Temperaturmaxima wie sie 1779, 1794, 1811, 1822, Mai 1856 mit +33.1 ° C, Juni 1857 mit +33.4 ° C und April 1862 mit +28.5 ° C geherrscht hatten.

Mit dem 21 Jh. beginnt eine neue Klimaperiode, die für uns kaum noch zu überschauen ist und uns Beständigkeit vortäuscht. Die Prognosen führen weit ab von den Wissensregionen in das Gebiet der Weissagung. Nur eines ist sicher: Die Veränderung.
7
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Weitere Beiträge zu den Themen
5 Kommentareausblenden
1.549
Elfriede Endlweber aus Graz-Umgebung | 17.11.2016 | 16:12   Melden
1.068
Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 17.11.2016 | 16:26   Melden
1.549
Elfriede Endlweber aus Graz-Umgebung | 17.11.2016 | 16:32   Melden
312
Kerstin Wutti aus Land Steiermark | 18.11.2016 | 08:54   Melden
1.068
Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 18.11.2016 | 12:57   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.