04.10.2016, 15:58 Uhr

Zwei mysteriöse Erscheinungen

Das sonderbare und prachtvolle Schauspiel der Erscheinung von zwei Nebensonnen in Obersteier im Jahre 1335 n. Chr.: Am Festtage des Apostels Andreas, am 30. November 1335 n. Chr. ritten einige Leute aus Knittelfeld am Fuße der Gleinalpe durch das Tal. Diese und auch einige Landleute, die am Gebirge waren, sahen um die Abendstunde folgende Zeichen am Firmament: „Die eigentliche Sonne hatte zu beiden Seiten zwei Sonnen, ganz gleich an Licht und Größe, ein Ring umgab alle diese Sonnen, welcher unten eine Öffnung hatte; aus der Mitte eines Ringes hing ein Kreuz herab, das durch die Öffnung eine Ähnlichkeit mit einem „T“, die Breite einer Bank , die Länge von 5 Ellen ( rund 1,20 m) hatte; in der Mitte von weißer Farbe, zu beiden Seiten von roter. Vier Linien von Irisfarbe berührten den Kreis. In der Mitte dieser Streifen befand sich etwas ungemein Leuchtendes, dass die Ähnlichkeit mit einem großen Schiff hatte. Und wie diese Erscheinungen verschwanden, erschien in der Nacht eine leuchtende Straße vom Aufgang bis zum Untergang und blieb bis zum Tagesanbruch am Firmament“, berichtet das Chronicon Anonyn. Leobensis.

681 Jahre später berichtet die Marburger Zeitung Nr. 10 vom 3. Februar 1900 über eine Himmelserscheinung in Millstadt in Kärnten. Millstadt. Am 27. Jänner [1900] nach 12 Uhr mittags war in unserem Orte an dem im Süden leicht bewölkten, im Norden klaren Himmel eine auffallende Erscheinung zu beobachten. Die wie durch einen leichten Nebel strahlende Sonne war von zwei horizontal neben ihr stehenden, etwas schwächeren Nebensonnen umgeben, die sich nach außen in je einen schimmernden horizontalen Streifen fortsetzten. Fast im Zenith stand ein aus lebhaft leuchtenden Regenbogenfarben zusammengesetzter Halbbogen, die offenen Enden nach Norden gerichtet, mit einem Durchmesser von höchstens zwanzig Bogengraden. Der der Sonne zugekehrte südliche Bogenteil, wurde von einem ungleich weiteren, aber schwächeren Regenbogen tangiert, dessen Enden gegen Osten und Westen allmählich nach abwärts verliefen. Zwischen diesen Bogen und der Sonne zeigten sich noch einige schwächere Bogenteile, welche zusammen eine wellenförmige unregelmäßige Linie bildeten. Das ganze prachtvolle Phänomen dauerte beiläufig 15 Minuten an.

Mir fiel die Ähnlichkeit der Erscheinungen bei der Auflistung von Naturphänomenen auf; sie ist Teil eines wettergeschichtlichen Manuskriptes.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.