13.03.2018, 15:27 Uhr

Rebenland Rallye 2018: Es gibt viele Favoriten

Motorsportfans kommen in Leutschach auf ihre Kosten. (Foto: Harald Illmer)

Aus ihrer Vorfreude auf die Rebenland-Rallye machen die Spitzenpiloten kein Geheimnis, nur bei der Frage nach dem Favoriten geht der Fingerzeig jeweils in Richtung der Konkurrenz.

Wenn am kommenden Freitag das erste Fahrzeug auf dem Hauptplatz von Leutschach an der Weinstraße von der Startrampe zur 7. Internationalen Rebenland-Rallye rollt, dann steht zumindest eines fest. Der zweite Rallye-Staatsmeisterschaftslauf der Saison am 16./17. Juni hat keinen Favoriten. Weil nämlich aus allen Piloten, die als solche gehandelt werden, reflexartig ein „Ich bin‘s nicht!“ herausschießt.

Seriensieger mit am Start

Raimund Baumschlager, immerhin 14-facher Staatsmeister und so ganz nebenbei auch fünfmaliger Gewinner der heuer sieben Jahre jungen Rebenland-Rallye, geht auch in der Rückschau auf seinen letztjährigen Sieg mit einem Skoda Fabia R5 gegen Gerwald Grössing im Ford Fiesta WRC nicht von seiner Meinung runter: „Im Normalfall hat ein R5 gegen ein World Rally Car keine Chance, also habe ich überhaupt keinen Druck.“

Niemand will Favorit sein

In der Rolle einer wirklichen Nummer 1 sehen sich aber auch die beiden Ford Fiesta WRC-Piloten Gerwald Grössing und Gerhard Aigner nicht: „Nein, nein“, weiß Grössing, „wer den Raimund kennt, der weiß, dass er bereits weit über 1000 Kilometer mit dem neuen Polo R5 abgespult hat. Da ist er gut im Flow, und den wird er auch ins Skoda-Cockpit mitnehmen.“ Und der Oberösterreicher Gerhard Aigner glaubt eher an andere, wenn es um den Sieg im Rebenland geht. Aigner: „Da müsste schon bei mir alles gut und bei anderen alles schieflaufen. Ich habe voriges Jahr im Rebenland zum ersten Mal ein WRC gelenkt, sehe mich noch immer in einer Lernphase. Podestplatz vielleicht, Sieg eher nicht.“

Das erste Mal im Rebenland

Überhaupt zum ersten Mal in Leutschach am Start ist der Jännerrallye-Sieger und somit auch Meisterschaftsführende Johannes Keferböck. Auch der Ford-Fiesta-R5-Pilot aus Pregarten geht bei der Favoriten-Frage in Deckung: „Das kann ich schon auf Grund meiner Premiere im Rebenland gar nicht sein. Da haben andere weit mehr Erfahrung hinsichtlich Streckenkenntnis und vor alle auch mit dem hier berüchtigten Rollsplit. Ich möchte nur möglichst viele Punkte machen und meine Spitzenreiterposition so lange wie möglich halten.“
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