03.09.2014, 08:40 Uhr

Arbeitslosigkeit im Bezirk weiter gestiegen

Mit einem Plus von 1,4 ist der Anstieg relativ niedrig ausgefallen.

„Der Anstieg ist relativ niedrig ausgefallen. Die Betonung liegt bei relativ. Das hohe Niveau der Arbeitslosigkeit im Bezirk Leibnitz darf dabei nicht übersehen werden. 3055 Jobsuchende und 105 Lehrstellensuchende dokumentieren die Problemlagen sehr eindrucksvoll“ erklärt der AMS-Geschäftsführer Günther Prutsch die aktuelle Arbeitsmarktsituation.

Anstieg bei den Männern

Auffallend war Ende August, dass die Arbeitslosigkeit bei Männern um 2,5% gestiegen ist - bei den Frauen hingegen nur um 0,3%.
Neben den 2.478 Vorgemerkten (+1,4%) gab es noch 689 Personen in Schulungsmaßnahmen (+2,7%).
Weniger Jugendliche Vorgemerkte (-4,6%) und weniger Vorgemerkte im Haupterwerbsalter (-1,6%) waren ein kleiner Lichtblick.
Ganz anders die Situation bei den Älteren. Hier gab es einen neuerlichen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit um 12,4 Prozent.
Weniger offene Stellen und mehr Lehrstellensuchende haben das Problem noch verschärft.


Viele Gründe für die hohe Arbeitslosigkeit

„Unverändert haben wir das Problem mit geringen Qualifikationen. Angebot und Nachfrage passen vielfach einfach nicht zusammen. Es gibt Branchen die große Probleme haben. Es gibt Betriebe die große Personalprobleme haben. Der Markt hat oft sonderbare Ausformungen. Mit Schuldzuweisungen kann es nicht abgetan sein. Das Problem ist nur als gemeinsames Großes zu lösen. Schwache Konjunktur, schlechte Ausbildungen und Qualifikationen, aber auch ein problematisches Arbeitsplatzangebot kann vom AMS nicht allein kompensiert werden. Unser Bestreben ist es einen möglichst einen raschen Umschlag zu bewirken, auf Qualifizierungen zu drängen und die Marktdynamik bestmöglich aufrecht zu erhalten. Alles ist über arbeitsmarktpolitische Maßnahmen aber nicht lösbar, das muss klar gesagt werden“, so Prutsch.
Die Probleme der letzten Monate haben sich fortgesetzt. Auffallend ist es, dass die Zahl der unselbständig beschäftigten Männer, mitten im Sommer, um 0,5% zurückgegangen ist und die Frauenbeschäftigung um 0,4% zugenommen hat.
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