11.09.2014, 11:00 Uhr

Goldener Boden für beste Apfelqualität

GF Dietmar Schweiggl ist davon überzeugt, dass der österreichische Kunde beste Qualität zu schätzen weiß.

Größter Apfelproduzent Österreichs beliefert ganzes Land täglich von Stocking aus.

Der Preis für Äpfel ist im Keller, auch wenn die heimische Apfelernte erst begonnen hat. In den sauren Apfel beißen müssen jetzt alle heimischen Apfelproduzenten, auch die, die nicht direkt vom russischen Import-Verbot betroffen sind.
Unabhängig von diesen angespannten wirtschaftlichen Gegebenheiten, hält der größte österreichische Apfelproduzent Schweiggl, zu Hause in der Gemeinde Stocking, an seiner auf Qualität ausgerichteten Philosophie seit der Unternehmensgründung vor 50 Jahren fest: "Wir haben unsere Ware immer im Inland abgesetzt, wobei beste Qualität bei uns an erster Stelle steht", betont GF Dietmar Schweiggl, der gemeinsam mit seinen Brüdern Christoph und Rudolf sowie Schwester Astrid im elterlichen Betrieb tätig ist. Vermarktet wird von Familie Schweiggl ausschließlich ausgezeichnete Ware von den eigenen Plantagen.


Bester Geschmack

"Der österreichische Konsument ist sehr mündig und weiß, beste Qualität zu schätzen", ist Dietmar Schweiggl überzeugt und verweist auf eine gesunde, nachhaltige und kontrolliert naturnahe Produktion, die den Familienbetrieb Schweiggl vielfach auszeichnet (u.a. AMA-Güte-siegel und Pro Planet - Arbeit mit Nützlingen und wenig Pflanzenschutz).
Täglich werden große Supermarkt-Ketten im ganzen Land von Stocking aus mit frischen Äpfeln beliefert. Dietmar Schweiggl ist dankbar: "Der österreichische Handel tut viel für Regionalität. Wir haben das Glück, aufgrund von optimalen klimatischen Bedingungen, sonnengereiftes Obst für Rewe liefern zu können."


Preis ist im Keller

Der niedrige Preis für Äpfel, der alle heimischen Obstproduzenten trifft, ist aus der Sicht von Dietmar Schweiggl logisch erklärt: "Mächtige EU-Förderungen haben dazu geführt, dass mittlerweile die größten Apfelproduzenten Europas in Polen zu Hause sind und aufgrund des russischen Import-Stopps auf den westeuropäischen Markt drängen. Polen hat zuletzt fast die fünffache Menge an Äpfel nach Russland geliefert, die in Österreich produziert wird."


Aus eigener Kraft geschafft

Der südsteirische Obstproduzent Schweiggl ist hingegen ganz ohne Förderungen gewachsen. "Wir haben nie einen Cent von den Agrarsubventionen bekommen", erzählt Dietmar Schweiggl bescheiden und mit Stolz. Laut dem Experten sind rund 12.000 bis 15.000 Euro pro Hektar jährlich in eine Apfelplantage zu investieren, bevor es dann erst im Herbst zur Ernte kommt. Nach einer geplanten EU-Verordnung soll ein Apfelbauer jedoch für einen Hektar vergleichsweise bescheidene 1.500 Euro bekommen, wenn er die reifen Äpfel nicht erntet.
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