Trofaiacher Stimmungsbilder
Brigitta Ruhm: "Man muss die Hilfe nur annehmen"

Brigitta Ruhm spricht über ihren neuen Alltag seitdem in Österreich die Ausgangsbeschränkungen gelten.
  • Brigitta Ruhm spricht über ihren neuen Alltag seitdem in Österreich die Ausgangsbeschränkungen gelten.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Verena Riegler

Um das Stimmungsbild einer kleinen Stadt in einer Krisenzeit zu archivieren, bat Jacqueline Juri verschiedene Menschen aus Trofaiach zum Telefoninterview. 

TROFAIACH. Eine der Interviewpartnerinnen von Jacqueline Juri, Obfrau des Museumsvereins Trofaiach, war Brigitta Ruhm. Sie ist pensionierte Servicemitarbeiterin, lebt in Trofaiach, und gehört der "Risikogruppe" an.

1) Wie verbringen Sie Ihre Zeit bzw. Ihren Alltag seit die Ausgangsbeschränkung in Österreich begonnen hat?
BRIGITTA RUHM: Ich stehe in der Früh auf, gehe mich duschen, putze die Wohnung so gut es geht, koche und beschäftige mich mit allen möglichen Sachen, damit mir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Ich lebe schon seit 18 Jahren alleine, seit man Mann verstorben ist. Natürlich bin ich jetzt sehr eingeschränkt, da ich zur Risikogruppe gehöre. Ein Gesprächspartner fehlt mir schon, aber ich stricke viel oder löse Kreuzworträtsel. Ich erhalte auch Hilfe von einer Person die mir einkaufen geht oder mir was von der Apotheke holt. Mit der Situation muss ein jeder kämpfen, nicht nur ich, aber ich mache das Beste daraus.

2) Was beschäftigt Sie derzeit?
BRIGITTA RUHM: Ich hoffe, dass es bald zu einem Ende der Situation kommt, die Ausgangssperre ist richtig, ja. Aber ich freue mich darauf, wenn ich wieder hinaus gehen kann und wieder Kontakte haben kann.

3) Was hat sich für Sie maßgeblich verändert?
BRIGITTA RUHM: Ich brauche immer wieder Kontakt, nachdem ich fast 40 Jahre im Gastgewerbe gearbeitet habe, und mir fehlen die Menschen, mit denen ich reden kann, das ist ganz wichtig. Auch, dass ich wieder ein bissal lachen kann und dass meine Familie gesund bleibt.

4) Was möchten Sie Ihren Mitmenschen mitteilen?
BRIGITTA RUHM: Die Risikogruppe möchte bitte zu Hause bleiben und nicht raus gehen. Wir stehen das durch und es wird vorbei gehen. Es werden wieder andere Zeiten kommen, schöne Zeiten, man muss durchhalten. Es gibt genug junge Leute, die sehr hilfsbereit sind, man muss nur die Hilfe annehmen, nicht stur oder stolz sein. Das ist wichtig!

Interview: Jacqueline Juri

>>Hier gibt‘s weitere Stimmungsbilder<<

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen