Das Publikum war begeistert

Das Gläschen haben sie sich verdient: Wolfgang Ringel, Marianne Kraus, Heinz Jungwirth, Toni Steger (v.l.).
  • Das Gläschen haben sie sich verdient: Wolfgang Ringel, Marianne Kraus, Heinz Jungwirth, Toni Steger (v.l.).
  • Foto: Peter Taurer
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

ST. MICHAEL. Wenn der Autor eines volkstümlichen Lustspieles Bernd Gombold heißt, dann wird es spannend. Gombold legt seinen Stücken skurrilen Humor zugrunde. Im bestens besuchten Volkshaus war eine Zeitreise angesagt. "Gute Lügen leben länger" entführte in eine beinahe vergessene Zeit, in die 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Schwarzarbeit durch Zuwanderer aus unserem südlichen Nachbarland war gang und gebe, gerechnet und "gepeckt" wurde mit dem guten, alten Schilling.

Einfühlsame Regie

Andrea Hoffelner hat das Stück mit viel Fingerspitzengefühl adaptiert. Ihre Überarbeitung des Stückes war herrlich auf die Akteure zugeschnitten, ebenso die exakte Regieführung. Dass sie selbst das Laienspiel perfekt beherrscht, steht außer Frage. Umwerfend ihr Part mit Michaela Kössler als kroatische Schwestern Jadranka und Ivanka. Überhaupt agierte die gesamte Truppe großartig, der Funke zum Publikum sprang sofort über.

Gute Rolleninterpretation

Vom schlitzohrigen Mirko (Toni Steger) lernt die finanzschwache Unternehmersgattin (Marianne Kraus) schnell, dass Lügen manches Mal notwendig sind, Ehegatte Manfred (Heinz Jungwirth) wird einfach vorgeführt. Der schrullige Erfinder (Wolfgang Ringel) hat ein Problem mit seiner Umwelt. Er erntet für seine großartigen Erfindungen, wie eine automatische Augenbrauenzupfmaschine oder ein Eierfärbegerät eher Mitleid, wird aber dann doch zum Stolperstein für den schleimigen Bankdirektor (Alexander Krückl) und die geldgierige Bürgermeisterin (Brita Luber). Nicht zu vergessen die unsterblich verliebte Postlerin (Burgi Friess), die sich sehr sexy ihrem Liebsten präsentierte.

Neues Ensemblemitglied

Mit Horst Streitmaier betrat ein Mann erstmals die angeblich weltbedeutenden Bretter. Und das im leicht reiferen Alter. Mit ihm hat die Volksbühne einen guten Fisch an der Angel, das kann nach dem mehr als gelungenen Einstieg behauptet werden.

Weitere Vorstellungen

Weitere Vorstellungen:
Samstag, 11. Nov., 19.30 Uhr
Sonntag, 12. Nov., 15.30 Uhr
Samstag, 18. Nov., 16.30 Uhr
jeweils im Volkshaus St. Michael
Karten: Tel. 0680/4407407

Text und Foto: Peter Taurer

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