Kräuterpädagogin Sylvana Kuhl
Gesunder "Kaffee" aus Löwenzahnwurzeln

Sylvana Kuhl aus der Hinterlobming in St. Stefan ob Leoben ist leidenschaftliche Kräuterpädagogin und schrieb nun vier Fachportraits über Pflanzen für das Buch "Die Heilkraft der Wurzeln", das vom Obsthof Retter im Jänner herausgegeben wird.
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  • Sylvana Kuhl aus der Hinterlobming in St. Stefan ob Leoben ist leidenschaftliche Kräuterpädagogin und schrieb nun vier Fachportraits über Pflanzen für das Buch "Die Heilkraft der Wurzeln", das vom Obsthof Retter im Jänner herausgegeben wird.
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Sylvana Kuhl aus St. Stefan beteiligte sich als Kräuterpädagogin mit vier Fachportraits an einem Buch zum Thema „Die Heilkraft der Wurzeln“.

ST. STEFAN. „Kräuter sind meine große Leidenschaft. Sie bedeuten für mich Leben, spielen in jedem Bereich eine große Rolle, sei es beim Kochen, der Kosmetik oder der Medizin“, sagt Sylvana Kuhl, Kräuterpadagogin aus der Hinterlobming in St. Stefan ob Leoben. Ein Tag ohne Einsatz von Kräutern sei für sie unvorstellbar. Und es seien die einfachsten Kräuter, die in Massen in der Natur vorkommen, mit denen man so viel machen könne. „Hier geht es beispielsweise um Löwenzahn, Brennesseln, Kresse oder Wegerich. Man sollte sich einfach trauen, einmal etwa einen Brennesselspinat zu kochen oder Löwenzahnblüten als Salatzugabe zu verwenden. Diese gepflückten Pflanzen – man sollte sie allerdings wirklich kennen und sich sicher sein, ansonsten ‚Finger weg!‘ – enthalten so viel mehr Vitamine und Mineralstoffe als jedes Gemüse aus dem Supermarkt“, betont die 38-jährige, dreifache Mutter.

Wissen über die Wurzeln

Ihr Wissen über die Wurzeln verschiedener Pflanzen gibt sie nun in einem vom Obsthof Retter initiierten Buch mit dem Titel „Die Heilkraft der Wurzeln“, das kommenden Jänner erscheint, weiter. „Der Obsthof Retter wurde auf mich über meine Gesundheits- und Wellness-Webseite ‚Rabenkräuter‘ auf Facebook aufmerksam und hat mich im März kontaktiert. Ich habe mich sehr gefreut, in den vergangenen Monaten je sieben- bis zehnseitige Fachportraits über vier Pflanzen – den Waldengelwurz, den Kren, den Löwenzahn und das hauptsächlich in Asien vorkommende Süßgras Vetiver – schreiben zu dürfen“, erzählt die Kräuterpädagogin, die gemeinsam mit ihrem Mann und den drei kleinen Töchtern einen Bauernhof in der Hinterlobming bewohnt. Sie übernahm dabei die Beschreibung der Pflanzen, Wirkstoffe und die Recherche zu wissenschaftlichen Publikationen und Studien. „Andere schrieben speziell über traditionell chinesische und europäische Medizin sowie geschichtliche Beiträge für das Buch“, so Kuhl.

Mit der Jahreszeit gehen

Derzeit sei grundsätzlich die Zeit der Samen und Wurzeln. Wenn man an Kräutern interessiert sei, müsse man mit der Jahreszeit gehen. Dass man besonders jetzt im Herbst etwa aus der Wurzel des Löwenzahns guten, nicht zu bitteren „Kaffee“ machen könne, wissen nur wenige. „Es war früher der ‚Arme-Leute-Kaffee‘. Man trocknet die Wurzel, röstet und mahlt sie und hat dann einen vollmundigen ‚Kaffee‘, ähnlich dem Malzkaffee, den man wie üblich im Filter aufgießen kann. Dieses Getränk unterstützt das Hormongleichgewicht und die Verdauung und gilt als entzündungshemmend. Im Frühling ist die Zubereitung aus frischen Wurzeln nicht so ratsam, weil diese noch zu viele Bitterstoffe enthalten “, erklärt die St. Stefanerin.

Samen der Brennessel und des Drüsigen Springkrautes

Was momentan auch gut zu sammeln sei, sind Brennesselsamen oder die Samen des oft verteufelten Drüsigen Springkrautes. „Man kann die Samen frisch essen, sie enthalten Proteine, Eiweiß und Mineralstoffe. Die Hülse des Drüsigen Springkrauts sollte man nicht roh essen, sie ist unbekömmlich. Aus den Blüten des Springkrauts, das übrigens ein wundervolles Bienenfutter darstellt, kann man auch herrlich schmeckendes Gelee zubereiten.“

Interesse steigt

Immer mehr Menschen würden sich für Pflanzen und Kräuter und deren Wirkung und Verwendung interessieren, weiß Sylvana Kuhl durch ihre „Rabenkräuter“-Webseite, auf der sie ihr Wissen oder Rezepte teilt. „Kürzlich hatte ich ein ganz einfaches Rezept für Brennesselsuppe veröffentlicht, das überraschenderweise von 29.000 Personen geklickt wurde. Immer mehr Menschen wollen wissen, was man mit den Pflanzen, die uns umgeben, machen kann und wie man sie erkennt und unterscheidet. Wichtig ist dann die einfache, aber genaue Beschreibung, damit die Leute Bescheid wissen.“

Kurse und Kräuterwanderungen

Für Kräuter interessiert habe sie sich schon immer, auch durch das große Wissen ihrer Mutter. Vor einigen Jahren hat sie schließlich die Ausbildung zur Kräuterpädagogin mit Auszeichnung abgeschlossen und gibt nun ihre Leidenschaft dafür bei Volkshochschulkursen oder Kräuterwanderungen weiter. Die nächsten Wanderungen zum Thema Wurzeln und Samen mit nicht mehr als zehn Personen finden übrigens am kommenden Sonntag, 18. Oktober, statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr beim Musikerheim in der Hinterlobming. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0650 970 780 9.

Buchbestellung

Das 240 Seiten starke Buch "Die Heilkraft der Wurzeln", das kommenden Jänner oder Februar vom Obsthof Retter im Eigenverlag herausgegeben wird, ist bereits jetzt online über den Obsthof Retter Shop (via Kontaktformular) zum Preis von 29,90 Euro vorzubestellen.

Sylvana Kuhl aus der Hinterlobming in St. Stefan ob Leoben ist leidenschaftliche Kräuterpädagogin und schrieb nun vier Fachportraits über Pflanzen für das Buch "Die Heilkraft der Wurzeln", das vom Obsthof Retter im Jänner herausgegeben wird.

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