Heimo Katzbauer: "Auf meinem Einrad bin ich eine Berggämse"

Der Eisenerzer Heimo Katzbauer bei seiner Fahrt mit dem Einrad durch die Berglandschaft der Baleareninsel Gran Canaria.
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EISENERZ, MASPALOMAS. Den Eisenerzern sagt man einen spröden Charme nach, Fremden begegnen sie mitunter recht verschlossen. Ein altes Klischee, das aber auf Heimo Katzbauer ganz bestimmt nicht zutrifft. Die Augen des sportlichen Eisenerzers leuchten, er strahlt bei unserem Gespräch über das ganze Gesicht – wie die Sonne über Gran Canaria. Auf der Kanareninsel hat er im Dezember ein Wintertraining absolviert. Aufmerksame Leserinnen und Leser der WOCHE wissen auf welchem Sportgerät. Richtig: Katzbauer ist Einradfahrer!

Ein sportlicher Urlaub

"Mein Ziel war es, gegen Ende 2017 ein wenig abzuschalten und bei warmen Temperaturen etwas für den Körper zu tun", erzählt Katzbauer. Er hat im Dezember mit seiner Gattin Andrea eine Auszeit auf Gran Canaria genossen. Dabei ist der Sport allerdings nicht zu kurz gekommen.
"Um drei Uhr früh bin ich gestartet, habe mich mit der Kopflampe auf's Einrad gesetzt und den Sternenhimmel genossen." Um sieben Uhr ist es hell geworden, da konnte Katzbauer auch die landschaftliche Schönheit dieser Insel erfassen. Er hat sich kupierte Strecken mit knackigen Steigungen ausgesucht: "Als Eisenerzer bin ich wohl eine Berggämse, mir gefällt es, wenn es steil bergauf und bergab geht. Hier habe ich ideale Bedingungen vorgefunden."
Gran Canaria ist bei Radsportlern überaus beliebt. Einradfahrer gelten dennoch als Exoten. "Sehr oft wurde ich fotografiert und gefilmt. Die Leute haben sich für meinen Sport interessiert, sie waren überaus freundlich und hilfsbereit", berichtet Katzbauer.

Nordkap oder Sardinien

Mit etlichen Rad- und Laufkilometern in den Beinen schmiedet Katzbauer Pläne für 2018. Sein Ziel ist das Nordkap, das er mit dem Einrad von Schweden aus erreichen will: "Es gibt aber nur eine Straße dorthin, in Verbindung mit einem norwegischen Einradclub bemühe ich mich um eine Durchfahrtsbewilligung."
Sollte es mit dem Nordkap nicht klappen, will der Einrad-Abenteurer Sardinien und Korsika durchqueren.

Konkursopfer
Katzbauer blieb übrigens einen Tag länger auf Gran Canaria. Nach dem Konkurs von "Fly Niki" erfolgte der Rückflug einen Tag später mit der Fluglinie "Eurowings". Allerdings ohne zusätzliche Kosten für die Übernachtung im Hotel und für den Heimflug. Denn Gattin Andrea, Leiterin der GRUBER-reisen-Filiale in Eisenerz, hatte die Reise über ihr Büro gebucht. Daher wurde der alternative Rückflug vom Reiseveranstalter organisiert. Hier griff der Schutz vor Insolvenz durch die EU-Pauschalreiserichtlinie und die österreichische Reisebüroversicherungsverordnung.

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