Sie lacht millionenfach vom Titelblatt

Die Trofaiacherin Kerstin Borojevic, die als selbstständige Tierpräparatorin tätig ist, wurde von den Österreichern zum "Gesicht 2018" für das Werbemedium "Kuvert" der Post gewählt.
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  • Die Trofaiacherin Kerstin Borojevic, die als selbstständige Tierpräparatorin tätig ist, wurde von den Österreichern zum "Gesicht 2018" für das Werbemedium "Kuvert" der Post gewählt.
  • hochgeladen von Astrid Höbenreich-Mitteregger

TROFAIACH. Strahlendes Lachen, funkelnde Augen, die Haare verspielt im Wind – so ist Kerstin Borojevic in ihrem roten Kleid auf der 51. Ausgabe des Werbeumschlages „Kuvert“ der Österreichischen Post, das vergangene Woche millionenfach in die Briefkästen flatterte, zu sehen. Die 36-Jährige konnte den bundesweiten Bewerb um den Titel „Kuvert-Gesicht 2018“ mit großem Vorsprung für sich entscheiden. So wurde sie bereits im Vorentscheid aus den insgesamt 342 Bewerbern als Steiermark-Favoritin ausgewählt und letztendlich noch aus den verbleibenden neun Bundesländer-Top-Kandidaten zur Siegerin gekürt. Und zwar mit 15.000 eingelangten Stimmen.

Aus purer Neugier

„Ich habe im April gesehen, dass das ‚Kuvert‘ gemeinsam mit dem Fashionmagazin ‚Style up your life!‘ einen Coverstar sucht und da ich schöne Fotos von mir in steirischer Tracht hatte, habe ich aus purer Neugier dabei mitgemacht. Ich wollte wissen, wie weit ich es bei so einem Bewerb schaffen kann“, erzählt die Mama einer quirligen Zweijährigen. Und sie schaffte es weit: Als der Anruf kam, dass sie das Rennen um die Titelseite gewonnen habe, waren Freude und Überraschung groß. „Das Shooting fand schließlich in Wien in der Redaktion des Fashion-Magazins statt und es war eine wirklich großartige Erfahrung. Man sieht, wieviele Leute daran im Hintergrund beteiligt sind und dass Modeln nicht so einfach ist, wie es scheint. Kopf- und Körperhaltung müssen genau stimmen, die Haare müssen in die richtige Richtung wehen, und ein Covershooting verlangt einem noch viel mehr ab als ein Modeshooting“, so die Wahl-Trofaiacherin, die vor vier Jahren aus Langenzersdorf in Niederösterreich der Liebe wegen hierher gezogen ist.

Schräges Gefühl

Sich selbst auf einem Cover zu sehen, sei für sie ein „schräges Gefühl“. „Es ist zum Teil unwirklich und ganz komisch, sich auf dem Titelblatt wiederzufinden. Durch das Makeup und Styling haben mich manche Bekannte und Freunde gar nicht wiedererkannt. Es ist ein tolles Bild, über das ich mich riesig freue und glücklich über die einmalige Erfahrung bin, es zeigt aber nicht die Wirklichkeit“, sagt sie.

Tierpräparatorin

In Wirklichkeit übt sie einen Beruf aus, der mit Modeln so rein gar nichts zu tun hat: Sie ist selbstständige Tierpräparatorin, und das aus Leidenschaft. „In diesem Beruf kann ich meine Liebe zu den Tieren, zur Natur ausleben und kombinieren mit meinem Sinn für Kunst. Als Präparator muss man die Anatomie der Tiere kennen, sie bearbeiten, modellieren, ihnen Haltung geben.“ Denn viel bleibt vom zu präparierenden Tier nicht übrig, außer einigen Knochen und Fell. Es ist der Präparator, der mit diesen und weiteren „Zutaten“ wieder ein „Tier“ erschafft. Ihre Hauptkunden seien Jäger und Falkner, präpariert werde also jedes jagdbare Wild. Sie habe auch schon Tiere aus Afrika, wie etwa Antilopen oder Springböcke präpariert, wenn Reisende dies gewünscht haben.

Nicht zurückgeben

Haustiere präpariert sie nur ungern, denn die Menschen möchten ja ihren Liebling mit seinen typischen Merkmalen und Gesichtszügen wiederhaben, was ein fast unmögliches Unterfangen sei und Enttäuschung hervorrufen würde. „Ich kann den Leuten ihr Haustier leider nicht mehr zurückgeben“, sagt Borojevic, deren Hobbys die Jagd und die Falknerei – ihr Mann war als Berufsfalkner tätig – sind. „Die Jagd hilft mir beim Beobachten der Tiere. Das Präparieren besteht nämlich zu zwei Drittel aus Beobachten und zu einem Drittel aus Präparieren“, betont die 36-Jährige, die nach der Matura an der Kunstgewerbeschule erst einmal sechs Jahre lang als Chefsekretärin tätig war, bevor sie sich für die Lehre zur Tierpräparatorin im Naturhistorischen Museum in Wien entschloss .

Weitere Modelaufträge?

Würden nun, nach dem Erfolg als "Kuvert-Gesicht 2018", weitere Modelaufträge eingehen, würde sie diese annehmen? „Das müsste ich mir wirklich gründlich überlegen, schon aus Zeitgründen. Aber es käme vermutlich darauf an“, schmunzelt Kerstin Borojevic.

Im Fernsehen

Ein Bericht über das Fotoshooting mit Kerstin Borojevic ist am Sonntag, 8. Juli, um 19.30 Uhr, auf ATV bei ADIWEISS.TV zu sehen.


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