3D-Markierung gegen Geisterfahrer in der Steiermark

Erich Putz (Markierungs-Experte ASFINAG), Abteilungsleiter Betrieb Heimo Maier-Farkas, Autobahnmeister von Unterwald Markus Bratschko (v.l.).
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Bei drei Auffahrten und einer Raststation in der Steiermark starten jetzt Pilotversuche. Von besserer Markierung und Beschilderung bis hin zu Geisterfahrerkrallen reichen die Maßnahmen, mit denen die ASFINAG versucht, Geisterfahrten generell zu verhindern. Dennoch kommt es jedes Jahr zu Falschfahrten, die mitunter auch zu Unfällen führen.
Mit einem Pilotprojekt startet die ASFINAG daher eine weitere mögliche und effiziente Maßnahme, um derartige gefährliche Fahrmanöver zu verhindern. „Wir bringen vorerst einmal an drei Autobahnauffahrten und bei einer Raststation 3D-Markierungen rund um die Richtungspfeile auf der Fahrbahn und zusätzliche kleine Pfeile an“, sagt ASFINAG-Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas. Diese in Gelb und Rot gehaltenen Markierungen wirken in der richtigen Fahrtrichtung gar nicht. Nähert man sich von der falschen Seite, wirken diese Pfeile „erhaben“, also wie ein am Boden liegendes, aber leicht erhöhtes Hindernis.
„Die Markierung soll wie eine optische Barriere wirken und für den Lenker oder die Lenkerin klar machen, dass sie in die falsche Fahrtrichtung unterwegs sind“, sagt Maier-Farkas.

Teststrecken

Aufgebracht werden die speziellen Markierungen bei der Anschlussstelle Judenburg/Fohnsdorf auf der S 36, am Zubringer zur A 2 bei Mooskirchen, bei der Anschlussstelle der A 2 Feldkirchen bei Graz und bei der Raststation Arnwiesen/Gleisdorf an A 2. Der Test im „Echtbetrieb“ soll unter anderem klarerweise die Wirkung zeigen, aber auch die Belastbarkeit. Daher wurden unterschiedlich stark befahrene Auffahrten ausgewählt. Und auch die Beständigkeit hinsichtlich der Witterungseinflüsse ist ein wichtiges Kriterium. Eine Markierung darf nicht nach nur wenigen Monaten ihre Wirkung verlieren, sondern muss mindestens zwei Sommer und Winter überstehen können.
Funktioniert die 3D-Markierung so wie erhofft, ist eine Ausweitung vorgesehen. Gegen Geisterfahrten aus Absicht oder wegen Verwirrung, oder gegen jene Falschfahrer, die absichtlich einfach umdrehen, kann aber auch die optische Hürde nichts ausrichten.

Erich Putz (Markierungs-Experte ASFINAG), Abteilungsleiter Betrieb Heimo Maier-Farkas, Autobahnmeister von Unterwald Markus Bratschko (v.l.).
So sieht die Markierung in der richtigen Fahrtrichtung aus . fährt man falsch auf und gegen die Markierung hebt sich der Pfeil in die Höhe.

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