Tanzcafé für Junggebliebene
Auf dem Parkett sind alle wieder jung

Das "Tanzcafé für Junggebliebene" der Stadtgemeinde Leoben, initiiert von Gerhard Bacher, findet sehr großen Anklang. Tänzer kommen sogar von auswärts, um ihrem  Hobby am Parkett zu frönen.
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  • Das "Tanzcafé für Junggebliebene" der Stadtgemeinde Leoben, initiiert von Gerhard Bacher, findet sehr großen Anklang. Tänzer kommen sogar von auswärts, um ihrem Hobby am Parkett zu frönen.
  • hochgeladen von Astrid Höbenreich

Ein Riesenerfolg war der erste Teil des „Tanzcafés für Junggebliebene“ im ehemaligen Werkshotel Donawitz. Fortsetzung folgt.
LEOBEN. Der große Saal des ehemaligen Werkshotels Donawitz bietet rund 75 Gästen Gelegenheit zum Sitzen. Während des Tanzcafés „Tanzen für Junggebliebene“, einer neuen Veranstaltung des Sozialreferates der Stadtgemeinde Leoben, werden die Stühle jedoch zu knapp und Initiator Gerhard Bacher muss weitere Sessel und Bänke in den Raum tragen. Ständig kommen neue Gäste hinzu, die es zum Tanzcafé zieht, das es heuer zum ersten Mal in der Montanstadt gibt. „Es ist einfach super, dass es jetzt so eine Möglichkeit für uns Junggebliebene auch in Leoben gibt. Ich tanze sehr gerne, bin gerne lustig, aber in unserem Alter war es bisher fast unmöglich, dieser Leidenschaft nachzugehen. Die Discos in Leoben sind für uns ja nicht mehr wirklich geeignet. Das Tanzcafé ist eine tolle Möglichkeit“, sagt Karin Jörg, 56, aus Leoben, die gegenüber eines Trabochers an einem der langen Tische Platz genommen hat. Vorerst – denn noch hat das Live-Duo „De Zwoa“ nicht begonnen, schwungvolle Musik zu spielen.

Höchste Zeit

„Es war schon höchste Zeit, dass es bei uns auch eine solche Veranstaltung gibt. Wir Tanzbegeisterten haben bisher nach Möglichkeiten gesucht und sind beispielsweise nach Knittelfeld gefahren, wo es das Tanzcafé schon länger gibt. Ich finde die Gelegenheit in Leoben nun sehr erfreulich“, betont der 73-jährige Trabocher. Für ihn bedeute Tanzen sehr viel: „Es werden Glückshormone ausgeschüttet, es ist gut für die Bewegungskoordination, kurz, man tut etwas für Körper, Geist und Seele“, sagt er. Dass deutlich mehr Frauen als Männer hier sind, wundert eigentlich niemanden. Getanzt wird auch von „Frau zu Frau“. Josefine Braschel, 68, und Sylvia Stadlbauer, 64, aus Leoben sind sehr dankbar, dass es nun das „Tanzen für Junggebliebene“ gibt. „Wo kann man heutezutage als älterer Mensch auch schon tanzen? In den Discos sind die Jungen, die aber auch nicht tanzen. Dabei hält tanzen fit und jung und man fühlt sich hinterher viel lockerer. Wir sind aber auch hier wegen der Gesellschaft“, erklären die beiden Damen, die vor allem Gerhard Bacher dafür dankbar sind, dass er sich für die Entstehung der Tanzveranstaltung eingesetzt hat.

Idee für ein Tanzcafé

Der 71-jährige Leobener ist selbst leidenschaftlicher Tänzer. „Meine Partnerin und ich sind bisher zu auswärtigen Tanzveranstaltungen gefahren, da es in Leoben nichts mehr derartiges gab. So kam mir die Idee, mich mit Vizebürgermeister Max Jäger in Verbindung zu setzen und ihm den Vorschlag eines Tanzcafés zu machen. Von der Stadtgemeinde gab es grünes Licht, es einmal auszuprobieren und so haben wir die ersten drei Tanzveranstaltungen im Herbst hier im ehemaligen Werkshotel organisiert“, berichtet Gerhard Bacher, den der rege Besucherandrang besonders freut.

Zwei fitte Rock 'n' Roller

Auch Gäste aus der benachbarten Seniorenresidenz sind gekommen, ebenso wie Friederike und Werner, beide 78, aus Krieglach. Sie sind seit Jahren passionierte Tänzer, ihr Lieblingstanz ist Rock 'n' Roll. „Tanzen ist unser Hobby, die Bewegung und die Musik machen es aus. Menschen, die tanzen, sind einfach anders, lebensfreudiger, und uns macht es Riesenspaß“, sagen die zwei und geben sich wieder der flotten Musik des Live-Duos hin.

Freude über Fortsetzung

„Es freut uns sehr, dass das Tanzcafé so toll angenommen wird. Aufgrund des großen Zuspruchs werden wir die Veranstaltung auch im kommenden Frühling und Herbst fortsetzen“, betont Vizebürgermeister Max Jäger, der mit diesem Versprechen bei den Tänzern große Freude auslöst. Und Gerhard Bacher betont: „Es können hier nicht nur Junggebliebene tanzen, es sind auch junge Gäste sehr willkommen.“

Info

Das Tanzcafé für Junggebliebene ist eine Veranstaltung des Sozialreferates der Stadtgemeinde Leoben und fand heuer erstmals im Herbst statt. Getanzt wird einmal monatlich im großen Saal des ehemaligen Werkshotels Donawitz von 16 bis 20 Uhr bei Livemusik. Der Eintritt beträgt 5 €.
Für kulinarische Häppchen sorgt das Leobener Event Catering Wolfgang Staffelmayr.
Ideengeber und Initiator ist der Leobener Gerhard Bacher.
Geplant ist das Tanzcafé auch wieder in den drei kommenden Frühlings- sowie Herbstmonaten, genaue Termine stehen noch nicht fest.

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