Bürgermeister Wallner: Leobener Baumax-Halle ist als Asylquartier völlig ungeeignet

Die Diskussion um ein Asylquartier in der ehemaligen Leobener Baumax-Halle ist wieder voll entbrannt.
  • Die Diskussion um ein Asylquartier in der ehemaligen Leobener Baumax-Halle ist wieder voll entbrannt.
  • Foto: Klaus Pressberger
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Im Zeichen der Coronakrise sorgt die angebliche Wiederinbetriebnahme der Leobener Baumax-Halle als Asylquartier für Aufregung.

LEOBEN. Die Baumax-Halle in Leoben-Lerchenfeld wird – wie berichtet – für eine etwaige Aufnahme von Asylwerbern vorbereitet. Diese Arbeiten sollen bis 15. April abgeschlossen sein, hat der Leobener Bürgermeister Kurt Wallner in einem Gespräch mit Verantwortlichen vor Ort erfahren.
Bereits nach Bekanntwerden dieses Vorhabens, vom Bundesministerium wurde die Unterbringung von 150 Asylwerbern kolportiert, hat sich Bürgermeister Wallner für ein Ausgangsverbot ausgesprochen: "Eine Infizierung eines dort untergebrachten Flüchtlings mit dem Coronavirus würde die medizinischen Kapazitäten in der zweitgrößten Stadt der Steiermark vor große Probleme stellen."

Keine Asylwerber nach Leoben

2015 wurden in der ehemaligen Baumax-Halle bereits Asylwerber untergebracht. "Das hat gezeigt, dass die Halle aufgrund ihrer räumlichen Beschaffenheit als Asylquartier völlig ungeeignet ist. Es fehlen effiziente räumlichen Trennungen und ausreichende sanitäre Anlagen", sagte Wallner im Gespräch mit der WOCHE. Mittlerweile wurde das Freigelände mit Containern zugestellt, das reduziere die Möglichkeiten der dort untergebrachten Flüchtlinge, sich auf dem Gelände zu bewegen. Wallner fordert daher vom Bundesministerium für Inneres, "keine Asylwerber in die Baumax-Halle nach Leoben zu verlegen."

Grenzen wurden überschritten

An die 100 neue Asylwerber gäbe es derzeit wöchentlich in Östereich habe Bürgermeister Wallner von Beamten des Innenministerium erfahren. Das seinen Aufgriffe an den Grenzen sowie Familienzuzüge: "Man lässt die Kommunen und die Bürgermeister völlig alleine. Man sieht, die Angst in der Bevölkerung ist groß. Die Bundesregierung verschleiert diese Vorfälle. Sie sollte die Courage haben, jetzt mit Fakten vor die Bevölkerung zu treten."
Auf die gestrige sachliche Information seitens der Leobener Bürgerkommunikation über dieses Vorhaben in der Baumax-Halle habe es tausende Kommentare und Hasspostings gegeben. "Da wurden moralische Grenzen überschritten, daher haben wir diese Kommentare gelöscht", berichtet Wallner.


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