Aufklärungskampagne
Die Salatschüssel der Kuh ist kein Hundeklo

 Hans Pirker, Thomas Rosegger, Karl Kaufmann, Chrissi und Franz Schaffer nahmen die Hinweistafeln von Bürgermeister Kurt Wallner(2.v.r.) stellvertretend für die Leobener Landwirte entgegen.
  • Hans Pirker, Thomas Rosegger, Karl Kaufmann, Chrissi und Franz Schaffer nahmen die Hinweistafeln von Bürgermeister Kurt Wallner(2.v.r.) stellvertretend für die Leobener Landwirte entgegen.
  • Foto: leopress
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Mit einer humorvollen Schilderkampagne will die Stadt Leoben Hundebesitzern ins Bewusstsein rufen, welch schwerwiegende Folgen die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde für uns alle haben können.

LEOBEN. Das Problem ist altbekannt, gerät aber immer wieder in Vergessenheit. Im gesamten Bezirk kämpfen die Bauern gegen die Verunreinigung ihrer Wiesen, Weiden und Felder. Besonders in den stadtnahen Gebieten ist das Problem durch die Zunahme des Hundebestandes eklatant. „Viele Hundebesitzer handeln vorbildlich und sammeln den Hundekot ein, um ihn ordnungsgemäß zu entsorgen. Leider gibt es immer wieder negative Ausnahmen und sogar Leute, die den Kot samt Sackerl in unseren Wiesen entsorgen. Die Hundehalter wissen gar nicht, welchen Schaden sie damit auf den Feldern der Bauern anrichten“, erläutert Landwirt Franz Schaffer. „Hundekot ist nicht vergleichbar mit dem Mist bzw. Dünger, den wir auf unseren Felder verteilen, da er zahlreiche Bakterien enthält, die gefährlich für unsere Tiere sind“, unterstreicht Landwirt Karl Kaufmann.

Kontaminierte Futtermittel

Die Weidetiere fressen zwar nur sauberes Gras und machen um Hundehaufen einen weiten Bogen. Allerdings kann der Kot beim Mähen ins Gras bzw. das Heu oder die Silage gelangen. Durch die kontaminierten Futterbestandteile können verschiedenste Krankheiten übertragen werden und der Parasit "Neospora caninum" kann im Extremfall zu Totgeburten bei Rindern aller Altersklassen führen.

Bewusstsein der Hundebesitzer schärfen

Bürgermeister Kurt Wallner unterstützt die Bemühungen zur Aufklärung der Bevölkerung mit einer Schilderkampagne: „Die Cartoonzeichnung auf der Tafel soll das Bewusstsein der Hundehalter für die Problematik schärfen, denn schlussendlich gefährden sich die Leute mit ihrer unbedachten Handlungsweise selbst. Die Felder und Wiesen sind keine bunte Spielwiese für die Hunde. Hier werden Lebensmittel produziert. Schließlich möchten wir alle gerne hygienisch einwandfreie Produkte aus heimischer Landwirtschaft genießen!“
Die Tafeln sind auf Nachfrage in der Stadt Leoben erhältlich und werden an die Landwirte in der Stadt Leoben verteilt. Die Landwirte appellieren an alle Hundebesitzer die Hinweise im Interesse der Gesellschaft ernst zu nehmen, um auch künftig ein gutes Miteinander zu gewährleisten.

Autor:

Wolfgang Gaube aus Leoben

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