Renaissance der Farblosigkeit
"Du hast den Farbfilm vergessen..."

Der Charme der Fotografie ganz ohne Farbe hat ihren Reiz nie verloren.
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  • Der Charme der Fotografie ganz ohne Farbe hat ihren Reiz nie verloren.
  • hochgeladen von Sonja Hochfellner

Das Drama um den Farbfilm, besungen in den 70er Jahren von Nina Hagen, ist für die junge Generation kaum noch vorstellbar. Heute ist es ein Klick und alle Bilder sind auf der Speicherkarte. Wegen dem nostalgischen Charme aber auch vor allem als „Retro“ Stilmittel hat die farblose Fotografie die Zeit überdauert.

Das Erste

Das erste Foto überhaupt, mit dem Titel „Blick aus dem Arbeitszimmer“ aus dem Jahre 1826 war technisch gesehen ein Meilenstein, denn es war der Beginn der Fotografie an sich. Allerdings ließ diese Aufnahme natürlich an Qualität noch sehr zu wünschen übrig. Wäre nicht eine detaillierte Beschreibung dabei, man wüsste vermutlich nicht genau, welches Motiv da abgebildet ist. Trotzdem hat dieses Foto Joseph Nicéphore Nièpce der dieses mit seiner „Camera Obscura“ (Lochkamera) aufnahm den Weg der Fotografie geebnet.

Bedeutend

Überwiegend Portraits standen wohl zuerst im Mittelpunkt der neuen Technik. Dass sie farblos waren spielte keine Rolle und plötzlich waren Fotografien in aller Munde. Ereignisse der Weltgeschichte, Alltagsszenarien und nicht zuletzt auch Kriegsschauplätze konnten nun festgehalten und gezeigt werden. Die Zeitschriften konnten plötzlich ihre Texte mit Bilder erweitern was wiederum dem Journalismus völlig neue Möglichkeiten bot. Auch der Wissenschaft und Rechtskunde waren Aufnahmen natürlich mehr als nützlich in ihrer Forschungsarbeit und Beweisfindung.

Das Wesentliche

Damals technisch bedingt kam die Fotografie ohne Farbe nie ganz aus der Mode. Viele berühmte Fotografen fotografierten auch nach der Erfindung des Farbfilmes weiterhin Schwarz-Weiß. Auch „Monochrom“ genannt reduzieren Schwarz-Weiß Aufnahmen das Motiv auf das Wesentliche. Licht und Schatten, Körnung, Gradation und Kontrast sind hier wichtige Stilmittel. Darüber hinaus gibt es unzählige Schwarz, Weiß und Grautöne die das Spektrum der Fotografie auf diesem Bereich vielfältig gestalten. Und wer nicht in der analogen Technik bewandert ist, kann heute ohne großen Mehraufwand und mit einer Digitalkamera, diesen Effekt mit einem elektronischen Filter nachahmen.

Immer noch

Regionaut Kurt Dvoran zeigt uns fast täglich mit seiner Serie „…Ich lass die Farbe weg…“ wie kreativ und künstlerisch man seine Bilder gestalten kann und zwar mit analogen Fotoapparaten. Auf seinem Profil findet man viele Ergebnisse seines Schaffens. Gerade das ist noch einmal eindrucksvoller weil es eben Können und die richtigen Einstellungen braucht. Dafür sind diese Bilder auch authentischer in ihrer Gestaltung und Farbgebung. Ja wir sprechen hier von Farbgebung denn auch Schwarz und Weiss sind Farben.

Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte der kann in Büchern und im Internet sehr viele Informationen rund um die Fotografie finden. Abbilder ohne Farbe isind jedenfalls immer noch sehr gefragt und bieten immer wieder ganz neue Möglichkeiten der Bildgestaltung.

Autor:

Sonja Hochfellner aus Leoben

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