Trofaiacher Stimmungsbilder
Elisabeth Welzel: "Wir wollen das ja alle gut überstehen“

Elisabeth Welzel
  • Elisabeth Welzel
  • Foto: KK/Stimmungsbilder Trofaiach
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Stimmungsbilder von Menschen in der Stadt Trofaiach angesichts der Coronakrise hat Jacqueline Juri in Form von Telefoninterviews erstellt.

TROFAIACH. "Ich möchte ein Stimmungsbild einiger Menschen in einer kleinen Stadt in einer Krisenzeit archivieren. Für uns, aber im Speziellen für jene Generationen, die nach uns kommen. Im besten Fall ergeben sich dadurch Denkanstöße, Inspirationen oder Ideen, hin und wieder vielleicht auch ein Gefühl von Leichtigkeit, wie man dieser herausfordernden Zeit begegnen kann", so beschreibt Jacqueline Juri, die Obfrau des Museumsvereins Trofaiach, ihr neues Projekt. Dazu hat sie
Elisabeth Welzel, wohnhaft in Oberschardorf/Trofaiach interviewt. Welzel ist studierte Landschaftsplanerin, Begründerin der Initiative „Trofaiach unser Garten“, arbeitet in einer Apotheke und ist Mutter zweier Kinder.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit bzw. Ihren Alltag seit dem 16. März 2020, als die Ausgangsbeschränkung in Österreich begonnen hat?
ELISABETH WELZEL
: Die Anfangszeit war sehr turbulent, weil in der Apotheke einfach so viel los war. Wie die Lebensmittelgeschäfte haben die Menschen auch die Apotheke gestürmt. Wir haben in den ersten Tagen eigentlich nicht gewusst, wo wir zuerst angreifen sollen. Mein Arbeitstag hat von 8 Uhr in der Früh bis 18 Uhr am Abend gedauert. Die Kinder waren sich selbst überlassen, was ihnen aber sehr gefallen hat.

Was beschäftigt Sie derzeit?
ELISABETH WELZEL:
Natürlich frage ich mich, wie wird das jetzt weiter gehen, wie lange wird das noch dauern? Wwie lange gibt es diese Sperren, wieviel bringt das? Sind die alten Leute ausreichend geschützt und halten sich die Menschen daran? Wir in unserer Familie halten uns ganz streng daran,  meine Kinder dürfen keinen Kontakt nach außen pflegen. Ich bemerke aber, dass das von vielen Leuten nicht so ernst gehandhabt wird. Das finde ich bedenklich, ich denke, wir müssen da alle an einem Strang ziehen. Wir wollen das ja alle gut überstehen.

Was hat sich für Sie maßgeblich verändert?
ELISABETH WELZEL:
Ich versuche mich neu zu organisieren, bespielsweise in Wochenplanungen die Lebensmittel einzukaufen. Die restliche Zeit bin ich zu Hause und genieße auch die Zeit, die im Moment noch rar ist, um im Garten zu arbeiten. Oder ich nütze die Zeit, um so wie unlängst erstmalig eine Videokonferenz mit meinen Freundinnen abzuhalten. Damit sind wir auch weiterhin in Kontakt.

Was möchten Sie Ihren Mitmenschen mitteilen?
ELISABETH WELZEL:
Die Nachbarschaftshilfe ist ein wesentlicher Punkt, wir müssen wirklich dafür einstehen, wem kann ich helfen und welche Personen kann ich unterstützen. Nicht nur an sich selbst zu denken, das sollen wir uns zu Herzen nehmen. Wir sind eine Gemeinschaft, wir stehen alle zusammen.
Was mir noch spontan einfällt und was mich bewegt ist, dass man jetzt schon zuschauen kann, wie sich die Natur erholt und das sollte ein großes Ausrufungszeichen für uns sein! In der kurzen Zeit hat sich schon so viel mit der Luftgüte getan. Nehmen wir uns das auch zu Herzen und überlegen, wie können wir da weiter tun. Nicht nach Ende der Krise wieder alle Maschinen starten, alles auf Vollgas oder sogar noch mehr hochfahren, wo man doch jetzt bemerkt, wie schnell sich die Natur erholen kann.

Interview: Jacqueline Juri

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