Rundgang Zentralfriedhof Leoben
Es ist wie eine Zeitreise

Hier ist Ruhe und doch auch Leben.
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Die Grabpflege ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Und das sieht man auch auf dem Leobener Zentralfriedhof. Die Bindung zu unseren Liebsten hört mit dem Tod nicht auf. Ein Rundgang auf einem Friedhof, nicht nur zu Allerheiligen, kann auch interessant sein.

Gestaltung

Gerade auf den Friedhöfen hat alles seine Ordnung. Und das ist gut so. Trotzdem blitzt auch hier und da ein Hauch von Individualität oder Kreativität durch. Nicht zuletzt sind Grabsteine ja auch Zeugen ihrer Zeit und sind auch einer Mode unterworfen. Die Steinmetzarbeiten zeigen, vom Bauhaus Stil, den "hippigen" 70er Jahren bis in unsere Zeit, ein Répertoire an Gestaltungsmöglichkeiten. Schön ist, was gefällt, das gilt auch auf dem Friedhof.

Gedanken

Wenn man sich einmal Zeit nimmt, bewusst diese Orte der Toten zu erkunden, kommen viele Gedanken auf. Wie waren diese Menschen? Was haben sie erlebt, geleistet und vielleicht auch, wie war der Alltag zu ihren Lebzeiten? Dort, zwischen den Gräberreihen, ist eigentlich kein Platz für solche Fragen. Denn mit dem Tod wird all das unwichtig. Und trotzdem sind sie da, weil uns diese Orte zum Nachdenken anregen. Eine spannende Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod.

Im Tod sind alle gleich

Da liegen "große Söhne und Töchter" sprich bekannte Persönlichkeiten, da ruht ein kleines Kind zwischen Menschen, die 99 Jahre alt wurden. Es spielt keine Rolle mehr, welche Einstellung, Herkunft, Stand oder Zugehörigkeit die Personen hatten. Aber speziell auf den Grabsteinen des 19. Jahrhunderts kann man oft auch die Tätigkeit des jeweiligen Toten erfahren. Auch die akademischen Titel mit allen Ämtern und auch, was derjenige besaß, ist zu lesen. Zu dieser Zeit war das normal und gewollt. So hoben sich einige doch noch auch am Friedhof von anderen ab. Für die Nachwelt festgehalten und heute eher mit geschichtlichem Charakter.

Historische Spuren

Chronisten, die sich aktiv mit der Vergangenheit beschäftigen, kommen auch nicht umhin, sich auf Friedhöfe zu begeben. Denn zu einem Lebenslauf der vergangenen Generationen gehört auch immer der Sterbeort. Auch als Beleg, ob die  Angaben in Sterbebüchern korrekt sind, ist das hilfreich. Die meisten Chroniken reichen weit in die Zeit zurück, da ist es nützlich, wenn man die Gräber aufsucht, falls sie noch vorhanden sind.  Auf historischen Spuren wandeln, auch das kann man auf dem Friedhof.

Tierischer Besuch

Besonders die Krähen trifft man häufig dort an. Sie sitzen auf den Grabsteinen oder springen zwischen den Gräbern herum. Öfters zu beobachten war, wie Krähen sich an den Kerzen zu schaffen gemacht haben. Das Wachs scheint ihnen zu schmecken, immerhin klebte es ihnen zwischen dem Schnabel. Wer sich also wundert, warum manchmal auf dem Grab ein wenig "Unordnung" herrscht, hatte vermutlich tierischen Besuch.

So ist Allerheiligen, der Tag, an dem wir auf die Friedhöfe gehen, auch eine gute Gelegenheit, sich einmal mehr mit dem Ort, wo unsere Angehörigen liegen, zu beschäftigen. Dass man sich dabei natürlich still und pietätvoll benimmt, sollte als selbstverständlich betrachtet werden.

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