Projekt "Spatz und Eule"
In Gedanken auf große Reise geschickt

"Spatz und Eule": Im Zuge des Projektes der HLW Leoben und dem Volkshilfe Seniorenzentrum Donawitz besuchten Schülerinnen die Heimbewohner und lauschten mit viel Begeisterung deren Reiseerlebnissen (vorne sitzend Eva-Maria Bichler, "Spatz und Eule"-Leiterin, re. hinten stehend HLW-Lehrerin Maria Kienleitner).
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  • "Spatz und Eule": Im Zuge des Projektes der HLW Leoben und dem Volkshilfe Seniorenzentrum Donawitz besuchten Schülerinnen die Heimbewohner und lauschten mit viel Begeisterung deren Reiseerlebnissen (vorne sitzend Eva-Maria Bichler, "Spatz und Eule"-Leiterin, re. hinten stehend HLW-Lehrerin Maria Kienleitner).
  • hochgeladen von Astrid Höbenreich-Mitteregger

Über die Reisen ihres Lebens erzählten die Bewohner des Volkshilfe Seniorenzentrums den Schülern der HLW Leoben im Zuge des Projektes „Spatz und Eule“.
LEOBEN. In ihrer Erinnerung sind sie wieder auf Reisen gegangen, sind mit dem Auto und der ganzen Familie in abenteuerlicher Fahrt nach Italien aufgebrochen, haben zum ersten Mal Meerwasser geschmeckt, sind sogar bis nach Afrika gereist oder waren mit dem Moped auf Österreichtour. Begeistert und voller Freude haben Bewohner des Volkshilfe Seniorenzentrums in Donawitz ihre Erlebnisse während ihrer Reisen in früheren Jahren aufleben lassen und daran elf Schülerinnen teilhaben lassen. Und zwar im Zuge des Projektes „Spatz und Eule“, das eine Zusammenarbeit der dreijährigen Fachschule der HLW Leoben und dem Volkshilfe Seniorenzentrum ist.

10 Jahre "Spatz und Eule"

Geleitet wird „Spatz und Eule“ bereits seit zehn Jahren von Eva-Maria Bichler, die als diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester im Seniorenzentrum arbeitet. „Unser Thema war heuer ‚Ich packe meinen Koffer...‘. Seit Februar sind die elf Schülerinnen der HLW jeden zweiten Mittwoch in ihrer Freizeit für rund zwei Stunden zu unseren Bewohnern gekommen, um Reisegeschichten aus der Vergangenheit anzuhören und das Interesse war wirklich groß“, erzählt Eva-Maria Bichler jetzt am Ende des Projektes.

Den Rucksack geöffnet

Sie finde es sehr wichtig, Jung und Alt zusammenzuführen und der Jugend auf diese Weise Respekt vor dem Alter zu lehren. „Unsere Bewohner haben einen großen Rucksack voller Erlebnisse und Erfahrungen aus einem ganzen Leben, den sie mit sich tragen. Es ist so schön zu sehen, was aus diesem ‚Rucksack‘ kommt, wenn sie sich den jungen Menschen gegenüber öffnen und darüber sprechen. So lerne auch ich die Leute von einer ganz anderen Seite kennen, denn in der Pflege alleine würde ich solche Geschichten nie erfahren“, freut sich die „Spatz und Eule“-Leiterin.

Freundschaften

Durch das Projekt würden sich auch Berufswünsche in Pflegerichtung sowie echte Freundschaften zwischen Jung und Alt ergeben. So manche Schülerin früherer Projekte würde heute noch zu Besuch kommen. Genau das hat auch Jovana vor. Die 17-jährige Schülerin der zweiten Fachschulklasse hat den Kontakt zu den älteren Menschen und deren Lebensgeschichten schätzen gelernt und möchte ihn auch nach Projektende fortführen. „Ich bin dankbar dafür, dass ich am Leben dieser Menschen teilhaben durfte, die in ihrem Alter so viel mehr Erfahrung haben als wir. Davor habe ich großen Respekt.“

Staunen und Lachen mit Günther

Ein Bewohner, dessen Reisegeschichten sie am intensivsten erfahren hat, ist Günther Neissl. Der 77-jährige Leobener brachte aber auch ihre Kolleginnen zum Staunen und Lachen, wenn er über seine Mopedreisen quer durch Österreich oder die Autoreisen nach Spanien, Italien, Bulgarien oder das damalige Jugoslawien erzählte. Der pensionierte Maler und Anstreicher ist umgekehrt ebenfalls begeistert von „Spatz und Eule“ und dem frischen Wind, den die jungen Leute mit ihrem Besuch ins Seniorenzentrum brachten. Darüber gefreut hat sich auch immer Ingeborg Cerny. Die 94-Jährige erzählte sogar von ihrer Afrikareise. All die Reiseziele der älteren Menschen sind nun auf zwei Landkarten mit vielen bunten Fähnchen markiert.
„Wir sind begeistert, dass es diese Zusammenarbeit der HLW mit dem Volkshilfe Seniorenzentrum gibt. Es ist eine Bereicherung für Schüler und Heimbewohner, eine Riesenchance und ein Geschenk. Soziale Kompetenz zu vermitteln ist uns ganz wichtig, und so wie es hier durch ‚Spatz und Eule‘ geschieht, so würden wir es im Unterricht niemals schaffen“, erklärten HLW-Direktor Johannes Hanel sowie Lehrerin Maria Kienleitner.

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