Leobener Ausstellung
Jetzt hat die "Eiszeit" Leoben erreicht

Kulturreferent Johannes Gsaxner, Ausstellungskuratorin Sarah Nelly Friedland, Kunsthalle-Leiterin Susanne Leitner-Böchzelt, Ausstellungskuratorin Doris Döppes, Bürgermeister Kurt Wallner und Kulturmanager Gerhard Samberger (v.l.).
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  • Kulturreferent Johannes Gsaxner, Ausstellungskuratorin Sarah Nelly Friedland, Kunsthalle-Leiterin Susanne Leitner-Böchzelt, Ausstellungskuratorin Doris Döppes, Bürgermeister Kurt Wallner und Kulturmanager Gerhard Samberger (v.l.).
  • Foto: Foto Freisinger
  • hochgeladen von Verena Riegler

Zwischen 18. Mai und 3. November ermöglicht die Ausstellung "Eiszeit Safari" in Leoben eine besondere Zeitreise.

LEOBEN. Welche Tiere hat man in der Zeit zwischen 30.000 und 15.000  Jahren vor heute gejagt? Wie hat man damals gekocht? Welche Abendunterhaltung stand zur Verfügung? Wie bettete man sich und was waren die schönsten Souvenirs? All diese Fragen und noch mehr werden in der neuen Ausstellung "Eiszeit Safari" in der Kunsthalle Leoben beantwortet. Von 18. Mai bis 3. November haben Besucher die Möglichkeit Wissenswertes und Spannendes über die letzte Eiszeit zu erfahren. Nicht nur die faszinierende Tierwelt, auch das Alltagsleben der damaligen Menschen wartet darauf, entdeckt zu werden. 

Lebensgroße Tierrekonstruktionen

"Wir wollten mit dieser Ausstellung etwas Außergewöhnliches bieten. In der ,Eiszeit-Safari‘ können die Besucher das Leben von Mensch und Tier in der letzten Eiszeit auf dem europäischen Kontinent nachempfinden", beschreibt Sarah Nelly Friedland, Ausstellungskuratorin von den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, die Ausstellung. Mehr als 40 lebensechte und lebensgroße Tierrekonstruktionen, Skelette, Präparate und Mitmachstationen machen die Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis für Groß und Klein.  

Ausstellung und Forschung

„Die Kunsthalle Leoben ermöglicht zum ersten Mal die Begegnung der ,Big Five‘ der letzten Eiszeit, also Mammut, Höhlenlöwe, Höhlenhyäne, Wollhaarnashorn und Steppenbison in einer großen Halle. Da in der Umgebung Leobens mehrere der interessantesten Höhlenfundstellen Österreichs beheimatet sind, wurde im Zuge der Vorbereitungen auch Forschungen in den verschiedenen Fundstellen betrieben. Die Verknüpfung Ausstellung und Forschung ist für mich das Besondere “, berichtete Doris Döppes, Kuratorin der Ausstellung und wissenschaftliche Sammlungsleiterin „Weltkulturen und ihre Umwelt“ an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim.

Interaktive Ausstellung 

"Mit den zahlreichen naturgetreuen Exponaten wird vieles, was man vielleicht bis jetzt nur aus Büchern gekannt hat, lebendig“, erklärte Susanne Leitner-Böchzelt, Leiterin des MuseumsCenters und der Kunsthalle Leoben. Wem das noch nicht ausreicht, der kann mit Hilfe von Multimedia-Elementen noch tiefer in die Vergangenheit eintauchen: Durch die Eiszeit-App ist es möglich, den ausgestellten „Zeitzeugen“ weitere Geheimnisse und Geschichten zu entlocken – ein Erlebnis für die ganze Familie, wie auch Kulturreferent Johannes Gsaxner betonte: "Beeindruckend ist diese Schau sicherlich für alle. Für Familien, Kinder und Jugendliche aber auch für Schulen ist der Besuch einfach ein Muss.“ 

Wertvolle Kosten

Die Kosten der Ausstellung belaufen sich auf zirka 700.000 Euro, die aus Eigenmitteln, aber auch durch die finanzielle Unterstützung von Sponsoren und dem Land Steiermark, aufgebracht wurden. Dem gegenüber stehe aber der besondere Wert der Ausstellung, wie Bürgermeister Kurt Wallner betonte: "Der große Wert dieser Ausstellung liegt in der Weitergabe von Wissen und Kultur." Aber auch der wirtschaftliche Wert sei nicht zu unterschätzen: "Wir hoffen natürlich, dass viele Gäste in die Stadt kommen und vielleicht sogar hier verweilen", sagte Wallner.

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