Kinderparlament in voller Fahrt

Sie haben was erreicht: Vertreter des Kinderparlaments Leoben freuen sich über die erweiterten Schulbus-Fahrpläne und die geplanten Haltestellen-Umbauten.
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LEOBEN. Das Kinderparlament gibt es in Leoben seit rund eineinhalb Jahren. „Parlamentarier“ sind Kinder zwischen sieben und 14 Jahren, die engagiert die Möglichkeit nutzen, ihre Heimatgemeinde aktiv mitzugestalten. Ein großes Anliegen war es, besser auf Unterrichtszeiten abgestimmte und mehr Busverbindungen für Schüler sowie sicherere Haltestellen einzurichten. Geprüft von den Stadtwerken Leoben wurde den Vertretern des Kinderparlaments nun von Direktor Ronald Schindler sowie Betriebsleiter Helmut Mesar das erfreuliche Ergebnis mitgeteilt.

Sonderfahrt

Und zwar während einer Sonderbusfahrt, die an all jenen Bushaltestellen Halt machte, an denen es Neuerungen gibt. Erste Haltestelle war „Lindner Kino“ in der Kärntner Straße. „Hier kommen immer sehr viele Schüler aus den Gymnasien zusammen. Auf dem Gehsteig wird es eng und vor allem die Jüngsten fühlen sich durch Drängeleien gefährdet. Es ist uns ein Anliegen, die Situation zu verbessern, das Thema wird deshalb in den Verkehrsentwicklungsplan 2025 einfließen und so bald als möglich beschlossen“, erklärte Ronald Schindler, der dafür freudestrahlende Augen erntete. Eine der ersten geplanten Maßnahmen werde voraussichtlich im kommenden Jahr die Umgestaltung dieser Haltestellen sein. „Wir haben vor, stadtauswärts den Gehsteig zu verbreitern und die Haltestelle rund 50 Meter in Richtung Gymnasien vorzuverlegen. Zudem sind Überdachung und Wartehäuschen vorgesehen“, so Schindler. Bei der gegenüberliegenden Haltestelle stadteinwärts soll es ebenfalls eine Gehsteigverbreiterung geben.

Direktkurs und zusätzliche Busse

Den nächsten Stopp machte der Sonderbus nach einer Schleife an der B 116 Richtung Lerchenfeld, wo es eine weitere Haltestelle "Lindner Kino“ gibt. Wie Helmut Mesar mitteilte, fahre seit Schulbeginn ab hier der ebenfalls vom Kinderparlament angeregte und gewünschte Direktkurs von den Gymnasien nach Lerchenfeld, den es am Morgen auch in umgekehrter Richtung gibt. Zudem wurden zusätzliche Schulbusse nach Göss, Hinterberg und Donawitz eingeschoben und den Schülern alternative Haltestellen angeboten, um Drängereien beim „Lindner Kino“ zu verhindern. Nina Schaberl (11) und Arssani Hanna (13), beide Kinderbürgermeister-Stellvertreter, zeigten ihre große Freude über den Erfolg ihrer Bemühungen. „Ich bin stolz, dass unsere Ideen auch wirklich in die Tat umgesetzt werden“, meinte Nina. Und Arssani fügte hinzu: „Toll, dass wir Kinder gehört werden und mitentscheiden dürfen. Die Situation in den Schülerbussen hat sich schon jetzt deutlich verbessert.“ Groß war die Freude auch bei Heinz Ahrer, Obmann des Stadtwerke-Ausschusses, Familien- und Jugendstadträtin Birgit Sandler, Claudia Leeb vom Familienbüro Leoben sowie Kristina Gril, die das Projekt Kinderparlament betreut. Zum Schluss bedankten sich die Kinder bei Stadtwerke-Direktor Ronald Schindler für die tolle Zusammenarbeit.

Autor:

Astrid Höbenreich-Mitteregger aus Leoben

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