Hohe Corona-Fallzahlen
Leoben: Baumax-Halle dient wieder als Flüchtlingsquartier

Asylwerber bei Reinigungsarbeiten am Freigelände der Baumax-Halle in Leoben.
  • Asylwerber bei Reinigungsarbeiten am Freigelände der Baumax-Halle in Leoben.
  • Foto: Gaube
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Rund 50 Asylwerber sind derzeit in der Baumax-Halle in Leoben-Lerchenfeld untergebracht: Das bestätigte die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU).

LEOBEN. Die aktuelle Entwicklung der Coronafallzahlen hat eine Verlegung von Asylwerbern in die Leobener Baumax-Halle bewirkt. "Derzeit sind hier rund 50 Personen untergebracht", bestätigte Thomas Fussenegger von der Pressestelle der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU). Ob es sich dabei vorwiegend um Einzelpersonen oder um Familien handelt konnte von Seiten der BBU noch nicht beantwortet werden.
Sehr wohl aber unsere Frage, ob die in Leoben stationierten Asylwerber auf Covid-19 getestet sind. Fussenegger: "Bereits bei ihrer Ankunft in Österreich werden Asylsuchende einem PCR-Test unterzogen, ebenso vor der Verlegung an einen anderen Standort. Die Asylwerber in der Baumax-Halle werden regelmässig getestet, vorwiegend in der Unterkunft und von unserem medizinischen Personal."

FPÖ schürt Ängste

"Die Reaktivierung dieses untauglichen Skandalquartiers ist absolut abzulehnen. Mit den nun einziehenden Asylanten wird abermals ein massives Sicherheitsrisiko nach Leoben importiert. Aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit ist davon auszugehen, dass es im Umfeld der Baumax-Halle wieder zu vermehrten Polizeieinsätzen kommt, wodurch die Sicherheit der regionalen Bevölkerung massiv gefährdet wird", verlautbarte FPÖ-LAbg. Marco Triller in einer Presseaussendung.

Keine negativen Erfahrungen

Bei unserem – kurzen – Lokalaugenschein im Leobener Stadtteil Lerchenfeld war von Ängsten der dort lebenden Bevölkerung nichts zu spüren. "Wir haben vor fünf Jahren, als viele Flüchtlinge hier untergebracht waren, keine negative Erfahrungen gemacht. Diesen Menschen ist man ohnehin kaum begegnet", berichtet ein Pensionist. "Ich habe, als ich mir die Coronaimpfung geholt habe, diese Halle erstmals von innen gesehen. Es ist traurig, dass heutzutage Menschen unter solchen Umständen leben müssen", sagt ein Jugendlicher. Eine Dame reiferen Alters erzählt uns: "Einbrüche in unsere Kellerabteile hat es seit Bestehen dieser Siedlung gegeben. Meist waren das Jugendliche aus der Gegend. Das darf man nicht alles den Ausländern in die Schuhe schieben."

Unwürdige Unterbringungsstätte

"Bereits in den vergangenen Jahren ist die Schließung einer solchen unwürdigen Unterbringungsstätte mit breitem Konsens in Leoben gefordert geworden. Diese Forderung bleibt seitens der ÖVP Leoben aufrecht. Es gibt adäquatere Unterbringungsstätten, es sollten auch solche genutzt werden", so ÖVP-Vizebürgermeister Reinhard Lerchbammer in einer Presseaussendung.

Mehr zu diesem Thema:

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