Spatenstich für neues Sportheim des ESV St. Michael

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Jubel und Freude beim ESV St. Michael. Mit dem feierlichen Spatenstich für ein zeitgemäßes Sportgebäude beginnt ein neues Kapitel.

ST. MICHAEL. Eine schier unendliche Geschichte hat nun für den 1937 gegründeten Eisenbahnersportverein ein glückliches Ende gefunden. Die Situation rund um das bestehende Gebäude war mit Komplikationen behaftet. Satte 102 Jahre hat der Holzbau am Buckel. Im ersten Weltkrieg diente das Gebäude als Unterkunft für Arbeitslose, ehe daraus Wohnungen entstanden. Anfang der 70er Jahre wurde es zum Sportheim umfunktioniert. Seit damals ist viel Wasser die Mur hinunter geflossen, haben sich Bedingungen und Anforderungen gewaltig geändert.

Sportlich Top, räumlich Flop

Die Sektion Fußball ist auf zwei Kampfmannschaften und vier Jugendteams angewachsen, die Sektion Tennis vermeldet an die 90 Mitglieder. Die räumliche Situation ist katastrophal: Zwei Kabinen für die Fußballer und zwei kleine Räume für die Sektion Tennis, wobei am Wochenende die Schiedsrichter in der Damenkabine logieren. Die Stockschützen haben ihr Inventar in einem Nebengebäude untergebracht. Eine Sanierung wurde als nicht wirtschaftlich angesehen, laut Gutachten ist die hölzerne Basis des Gebäudes schwammig. Akuter Handlungsbedarf war also gegeben. Eine rasche Lösung scheiterte an den Grundverhältnissen.

Schwierige Verhandlungen, lange Planung

Langwierige Verhandlungen mit der ÖBB als Besitzer der Immobilie folgten. Erst 2016 schaffte es Bürgermeister Karl Fadinger mit Hilfe von LAbg Helga Ahrer, die ihre guten Kontakte zum damaligen ÖBB-Chef Christian Kern spielen ließ, den Ankauf zu einem erträglichen Preis über die Bühne zu bringen. Gute zwei Jahre dauerte die Planung, ungezählte Gespräche mit Baumeister DI Reinhold Führer, Bauausschuß der Gemeinde und ESV-Obmann Alois Kapfer inbegriffen, ehe der fertige Plan alle überzeugte und zufrieden stellte. Auf zwei Ebenen stehen vier Fußball-, zwei Tenniskabinen, Lager-und Technikräume, Büros, Gastronomie samt großer Terrasse zur Verfügung. Weiters wird ein Kassengebäude errichtet. Logistisch eine Herausforderung wird die Parallelität von Sportveranstaltungen und Bautätigkeit sein.

Musikkapelle, Vereine, Ehren-und Zaungäste

Der für St. Michaels Sportler so bedeutungsvolle Tag verfehlte seine Wirkung nicht. Jede Menge Politprominenz machte der Marktgemeinde und dem Sportverein die Aufwartung. Die Marktmusikkapelle unter der Leitung von Martin Ranninger spielte auf, Bürgermeister Karl Fadinger begrüßte NRin Birgit Sandler, in Vertretung von LH Schützenhöfer NR Andreas Kühberger, LAbg Helga Ahrer, Leobens GRin Margit Keshmiri, die Bürgermeister Karl Dobnigg und Ronald Schlager, Chefinspektor Helmut Streibl, Lukas Tazar von der bauausführenden Fa. Haider, den berühmtesten Sohn des ESV, Walter Schachner , Vereinsvertreter, Bürgerinnen und Bürger und natürlich ganz besonders LHStv Michael Schickhofer, der mit einer großen Bedarfszuwendung letztlich die finanzielle Grundlage schuf. Knappe zwei Millionen Euro sind veranschlagt, wovon etwas mehr als die Hälfte die Marktgemeinde trägt. Alle Redner betonten die Wichtigkeit des Sportes. Zum Wohlfühlen gehört jedoch auch das passende Umfeld. Das wird nun geschaffen, so LHStv Michael Schickhofer, der auch den Dank an die ehrenamtlichen Funktionäre nicht vergaß und als Überraschungsgabe noch 10.000 Euro an Jugendförderung zusagte. Nach dem Spatenstich und der kirchlichen Segnung durch Pastoralassistent Erich Fasswald wurde mit Freibier auf den historischen Tag angestoßen.

Autor:

Peter Taurer aus Leoben

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