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Trofaiach – meine Stadt: Wer anzünden will, muss brennen

Ideen und Projekte für Trofaiach: Bürgermeister Mario Abl (li.) und Innenstadt-Projektleiter Erich Biberich.
  • Ideen und Projekte für Trofaiach: Bürgermeister Mario Abl (li.) und Innenstadt-Projektleiter Erich Biberich.
  • Foto: Gaube
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TROFAIACH. Eine Stadtentwicklung ist wie ein Uhrwerk: Es laufen zwar nicht alle Räder gleich schnell, aber sie müssen ineinandergreifen. In der Stadt Trofaiach wurde für die Innenstadtentwicklung ein solches Räderwerk geschaffen. Die Stadtgemeinde, Eigentümer von Immobilien, Wirtschaftstreibende und die Bevölkerung wurden in das Projekt eingebunden – mit Erich Biberich wurde ein profunder Innenstadt-Projektleiter eingesetzt. Es ist ein Projekt, das nicht in einer Horuck-Aktion umgesetzt werden kann, es wird seine Zeit benötigen. Erste Erfolge sind sichtbar, es gibt aber auch Rückschläge. Bürgermeister Mario Abl: "Es ist ein Prozess mit Höhen und Tiefen, wir sind auf dem richtigen Weg, wenngleich die Umsetzung sicher kein Honigschlecken ist."

Die Trofaiacherinnen und Trofaiacher haben viele gute Ideen eingebracht, bei Workshops, bei Informationsveranstaltungen oder bei Besuchen im Innenstadtbüro. Die Stadtgemeinde legt mit einer Vielzahl an Aktivitäten ein hohes Tempo vor. Eine rasche Gangart, die nicht alle handelnden Personen im "Stadtentwicklungs-Uhrwerk" mitgehen können oder wollen. Mitunter scheitern Geschäftsansiedelungen am Willen der Hausbesitzer zur Veränderung. Innenstadtkoordinator Erich Biberich berichtet von mehr als zehn Anfragen für Mietobjekte in der Hauptstraße, die derzeit aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden können: "Einige Immobilienbesitzer erkennen den demografischen Wandel noch nicht und zögern daher, neue Wege in der Vermietung zu gehen." Biberich denkt auch so genannte "Pop-Up-Stores" an, das sind kurzfristige und provisorische Läden, die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden.

Ein simples Rechenbeispiel: 500 Euro Monatsmiete erscheinen einem Hauseigentümer zu gering. Biberich: "Aber das Haus wird bespielt, geheizt und gelüftet, die Bausubstanz wird in ihrem Wert erhalten." Rechnet man durchschnittliche Erhaltungskosten von 150 Euro monatlich, den Mietentgang von 500 Euro, dann sind es bereits 650 Euro. "Und das ist wohl ein Argument für die Vermietung des Objektes", betont Biberich. Mitunter fehlt es Geschäftsleuten an Umsetzungsstärke. Rat und Hilfe bietet die von der Stadtgemeinde geschaffene Innenstadtkoordination. Bürgermeister Mario Abl verweist auf zielgerichtete Förderungen der Stadtgemeinde, durch die Anreize geschaffen werden, sich unternehmerisch in der Stadt Trofaiach zu betätigen, um dem strukturellen, einnahmeninduzierten Problem nachhaltig entgegenzuwirken.

• Beispielsweise gibt es in der Innenstadt Mietenzuschüsse bei Betriebsneugründungen, Betriebserweiterungen sowie Standortverlegungen.
• Für jeden neu geschaffenen, kommunalsteuerpflichtigen Vollzeit-Arbeitsplatz wird eine einmalige Prämie von 600 Euro gewährt, für jeden neu geschaffenen Lehrplatz gibt es 300 Euro.
• Bei einer Betriebsneugründung wird bei Erfüllung bestimmter Kriterien eine Prämie von 500 Euro ausbezahlt.

Das plakative Motto der Stadtverantwortlichen: "Wer anzünden will, muss selbst brennen." Gemeint ist dabei wohl die lodernde Begeisterung für die vielen Ideen und Projekte.

• Hier geht es zum gesamten Sonderthema!

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