Zur Weihnachtszeit
Wie der Christbaum den Weg ins Wohnzimmer fand

Den Christbaum auszusuchen ist und war schon immer ein besonderer Akt.
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  • Den Christbaum auszusuchen ist und war schon immer ein besonderer Akt.
  • Foto: Fam. Hübler
  • hochgeladen von Sonja Hochfellner

Heute kann sich niemand mehr ein Weihnachtsfest ohne Christbaum vorstellen. Neben dem Adventkranz und der Krippe gehört er für viele Menschen einfach dazu. Wie dieser festlicher Brauch, der heute für uns normal ist zu uns kam, hier ein kleiner Überblick.

Ursprung

Bereits im Mittelalter war es üblich, zu besonderen Festlichkeiten Bäume zu schmücken. Den Überlieferungen nach wurde einer der ersten „Weihnachtsbäume“ ca. 1419 von einer deutschen Bäckerschaft aufgestellt. Damals noch ohne Christbaumschmuck wie wir ihn kennen sondern festlich geschmückt mit Nüssen und Früchten.

Österreich

Der erste Weihnachtsbaum in Wien wurde im Jahr 1816 von Henriette von Nassau-Weiburg, der Gattin des Erzherzog Karls, aufgestellt. Kaiser Franz I. fand das bei seinem Besuch in deren Palais so toll, dass er befahl auch in der Hofburg eine geschmückte Tanne aufzustellen. Natürlich eiferte das Volk dem Hof nach und langsam aber doch verbreitete sich der Brauch auch innerhalb der Bevölkerung. In ländlichen Gebieten war und ist es bei vielen Familien Tradition sich seinen Christbaum im Wald auszusuchen und zu schlagen.

Kugeln und Lametta

Die ersten von Mund geblasenen Christbaumkugeln kamen 1830 auf den Markt. Sie waren teuer und deshalb vorerst nur für die gehobene Gesellschaft erschwinglich. Im Laufe der Zeit gab es immer schönere und preiswertere Christbaumkugeln und wurden somit auch beim gewöhnlichen Volk beliebt. Lametta kam im Jahr 1878 hinzu, die Glitzerstreifen aus Stanniol, die auf jedem Baum seither zu finden sind. Lametta soll wegen der Optik glitzernden Eiszapfen symbolisieren.

Übersee

Wie viele Traditionen nahmen Auswanderer des 18. Jahrhunderts auch diesen Brauch mit in die USA. Der erste Weihnachtsbaum im "Weißen Haus" wurde 1891 aufgestellt. Den ersten Weihnachtsbaum auf dem amerikanischen Kontinent ließ Friederike Riedesel zu Lauterbach in Sorel/Kanada im Jahre 1781 aufstellen. Weihnachten ist auch in den USA das Fest der Feste und viele beleuchten dort auf spektakuläre Weise nicht nur Bäume sondern auch ihre Häuser.

Tanne, Fichte oder Kunststoff

Seit einigen Jahren sind auch Plastikbäume verbreitet. Da sie nicht nadeln und auch immer wieder verwendet werden können. Doch künstliche Bäume aus Kunststoff sind biologisch nicht abbaubar. Als echte Christbäume sind meist Tanne, Fichte oder auch Kiefer zu haben. Diese können nach dem Weihnachtsfest bei den Gemeinden entsorgt werden und werden anschließend Biomassekraftwerken zugeführt. Aus ihnen wird noch einmal wertvolle Energie gewonnen.

Auf alle Fälle ist der Christbaum nicht mehr wegzudenken. Kinderaugen leuchten, denn neben der Krippe und dem Adventkranz, ist er wohl das Symbol für das Weihnachtsfest schlechthin.

Autor:

Sonja Hochfellner aus Leoben

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