Vom Adventure Park bis zum Dorfplatz
Wie EU-Regionalförderungen die Eisenstraße mitgestalten

Präbichl Zipline
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Die laufende Förderperiode des EU-Programms "Leader" neigt sich dem Ende zu. Vieles ist in den vergangenen Jahren an der Steirischen Eisenstraße passiert. Nach wie vor stehen Restmittel für die Umsetzung spannender Ideen für die Region zur Verfügung.

BEZIRK LEOBEN. Etwa 1.000 "Leader"-Projekte wurden in den vergangenen fünf Jahren in der Steiermark durchgeführt, davon 66 in der Region Steirische Eisenstraße, die von Niklasdorf bis Gaishorn im Westen und nördlich bis Wildalpen reicht. 80 Prozent der "Leader"-Förderung bezahlt die EU, Projekte werden mit 40 bis 80 Prozent der Kosten unterstützt. Das Projektvolumen an der Eisenstraße betrug rund fünf Millionen Euro, die Fördersumme bisher 2,5 Millionen.

Förderung regionaler Identität

"Die Bevölkerung aktiv in die Entwicklung ihrer Region einbinden und regionale Besonderheiten berücksichtigen – das ist der Grundgedanke des Programms 'Leader'. Lösungsansätze sollen von den Menschen kommen, die direkt betroffen sind. Im Mittelpunkt steht die Förderung von regionaler Identität, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wie etwa Bürgern oder Vereinen", berichtet Gerfried Tiffner von der Erz und Eisen Regional Entwicklungs GmbH – Lokale Arbeitgruppe (LAG) Steirische Eisenstraße.

Ortskern- und Stadtentwicklung

Ein Schwerpunkt ist die Ortskern- und Stadtentwicklung. Unterschiedlichste Initiativen konnten hier zur Belebung und zu mehr Lebensqualität beitragen. In Leoben beispielsweise eine „Nachbarschaftsinitiative“ im Stadtteil Lerchenfeld, die das Gemeinschafts- und Zusammenleben stärkt und die Bewohner motivieren soll, selbst Verantwortung für ihr „Krätzel“ zu übernehmen. Auf Grund des großen Erfolgs soll die Initiative demnächst auch auf Donawitz ausgedehnt werden. Ebenso ist die langfristig angelegte „Innenstadtbelebung Trofaiach“ mittlerweile ein Vorzeigeprojekt in ganz Österreich.

Aktivitäten im gesamten Bezirk

Auch in den kleinen Gemeinden hat sich viel getan. Die Dorfplätze von St. Stefan oder Gaishorn wurden mit "Leader"-Mitteln neu gestaltet, der Museumshof in Kammern ebenso wie das Schloss Ehrnau in Mautern für Veranstaltungen nutzbar gemacht. In Kalwang soll noch im Frühjahr als Beitrag zur Positionierung als zukünftiges Gesundheitsdorf der „Sebastianiweg“ eingeweiht werden. In St. Michael haben umtriebige Bürger begonnen, das Dorfzentrum im Jahreslauf zu „bespielen“, Traboch hat im vergangenen Herbst einen neuen „Begegnungs- und Kulturraum“ für die Bewohner im Zentrum geschaffen.

Projekte am Präbichl und am Erzberg

Große Würfe gab und gibt es am Präbichl und am Erzberg. Dieses Jahr eröffnet sowohl der „Adventure Park“ mit Hochseilgarten, Ziplines und Mountaincart-Strecken am Präbichl, wie auch die neue Freiluft-Erlebnisausstellung mitten im Bergbaugebiet am Erzberg.
Bereits vor längerem ist über das "Leader"-Programm die Erstkonzeption des neuen Tunnelforschungszentrums am Erzberg erfolgt. Für kulturelle Initiativen wie das Rostfest in Eisenerz, das Unesco-Brauchtum (zurzeit laufen dazu ein Schul- und ein Buchprojekt), die Eisenstraßenmuseen und die Oswaldikirche konnten immer wieder Unterstützungen ermöglicht werden. Akzente sportlicher Art wurden bei den „Erzberg Adventure Days“ gesetzt, kulinarisch ist "Leader" für das „GenussReich rund um Reiting und Eisenstraße“ eine tragende Säule, um regionale Produkte in den Umlauf zu bringen.

„Die Steirische Eisenstraße ist für alle Mitgliedsgemeinden eine Erfolgsgeschichte.  Der Gedanke des Zusammenhaltens war stets im Vordergrund und wird es auch in Zukunft sein. Dank der großartigen Unterstützung durch das ,Leader‘-Programm konnte die Attraktivität der gesamten Region für Bewohner und Besucher durch nachhaltige Maßnahmen und regionale Projekte deutlich gesteigert werden."
Bürgermeister Mario Abl, Obmann der Steirischen Eisenstraße

Unbürokratische Unterstützung für Kleinprojekte

Wie geht es in Zukunft mit "Leader" weiter? Fix ist, dass es eine weitere Förderperiode bis 2027 geben wird - bereits ab kommendem Jahr werden neue Fördermittel bereitgestellt. Doch auch für heuer stehen noch freie Mittel zur Verfügung. Nicht zuletzt können Vereine, Schulen, Kulturträger und viele mehr für die Umsetzung von Projektideen auf das Programm zurückgreifen. Für kleine Projekte von einigen Hundert bis einige Tausend Euro ist nun auch eine unbürokratische Unterstützung ähnlich wie beim ehemaligen höchst erfolgreichen „Tu was“-Sozialfestival möglich. Info: Tel. 0664/1524234, 03848/3600 oder www.steirische-eisenstrasse.at


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