Eisenerz: Kritik am FPÖ-Trachtenfrühschoppen

FPÖ-Trachtenfrühschoppen in Eisenerz
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Eisenerzer Jungsozialisten "reiben" sich an einer FPÖ-Veranstaltung. Fotos auf Facebook zeigen händeschüttelnde FPÖ-Politiker.

EISENERZ. "Obwohl fast alle Veranstaltungen in Eisenerz abgesagt wurden, fand dennoch am vergangenen Sonntag ein Trachtenfrühschoppen der FPÖ statt. Dabei wurden Abstandsregeln nicht eingehalten. Offenbar gelten für die FPÖ keine Regeln", kritisiert Adrian Maxl, Obmann der JG Eisenstraße, eine SPÖ-Jugendorganisation.

Triller kontert

"Die Leute suchen das Geselligkeit, das gesellschaftliche Leben muss trotz Corona weitergehen", erklärte FPÖ-Bezirksparteiobmann Marco Triller auf Anfrage der WOCHE. Er selbst sei – wie der ebenfalls anwesende Landesparteivorsitzende Mario Kunasek – nicht von Tisch zu Tisch gegangen, man habe sich an alle Vorgaben gehalten. Allerdings zeigen Fotos der FPÖ Eisenerz auf Facebook einen händeschüttelnen Kunsaek im nahen Kontakt mit Besuchern. "Den Babyelefanten gibt es ja laut Minister Anschober nicht mehr, es liegt in der Verantwortung der Menschen, wie sie sich auf Veranstaltungen verhalten", sagte Triller.

"Vorwürfe sind letztklassig"

Der neue Eisenerzer ÖVP-Bürgermeister Thomas Rauninger bezeichnet die Vorwürfe der Jungsozialisten, seinen Besuch beim Fest betreffend, als "letztklassig": "Ich wurde offiziell eingeladen. Meine Aufgabe ist es, möglichst viele Veranstaltungen zu besuchen, egal welche Partei sie veranstaltet. Ich habe stets den Sicherheitsabstand eingehalten. Der Frühschoppen wurde im Vorfeld mit der Stadtgemeinde abgesprochen."
Zu hoffen bleibt, dass sich die von JG-Obmann Adrian Maxl geäußerte Furcht vor einem "Corona-Cluster" in Eisenerz nicht bewahrheitet.

Auszug aus der Verordnung des Sozialministeriums

Für Veranstaltungen ab 1. August gilt:
Outdoor, fixe Sitzplätze: 750 Personen, mit Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde 1.250
Bei mehr als 200 Personen: verpflichtendes Covid-19-Präventionskonzept
Es gilt der Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht einer gemeinsamen BesucherInnengruppe angehören. Wenn das nicht möglich ist, müssen andere Schutzmaßnahmen gegeben sein, wie z.B. bei Veranstaltungen mit fixen Sitzplätzen das Auslassen der seitlichen Sitzplätze zwischen BesucherInnen.
Die Abstandsregel gilt für alle Veranstaltungen, egal ob Indoor oder Outdoor, egal ob mit oder ohne fixe Sitzplätze und ist immer anzuwenden, außer
1. Man lebt im gemeinsamen Haushalt
2. Man ist Teil der gleichen BesucherInnengruppe

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