ÖVP-Stadtrat Lerchbammer: Stillstand beim Umbau des Congress Leoben hält an

Der Leobener ÖVP-Stadtrat Reinhard Lerchbammer.
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LEOBEN. Löcher im Dach, abgewohnte Räume und ein Saal, der seine besten Zeiten auch schon lange hinter sich hat, so präsentiert sich mitten im Zentrum von Leoben der Kongress im desolaten Zustand.
Schon seit Jahren ist dieser Missstand der SPÖ bekannt,. Deshalb hat man bereits im Jahr 2014 als logische Konsequenz den Congress und dessen Renovierung in das Wahlprogramm 2015 mit einem konkreten Handlungsplan aufgenommen. So sollte 2015 mit einem Architekturwettbewerb gestartet werden, für 2016 war der Baubeginn geplant und im zweiten Halbjahr 2017 sollt die Renovierung fertiggestellt sein und die Neueröffnung des Kongresses stattfinden.

Verzögert und vertröstet

"Doch obwohl die SPÖ und Bürgermeister Wallner die Dringlichkeit der Sanierung erkannt haben, wurde dieses Projekt bislang immer wieder ad acta gelegt. Trotz ständiger Anfragen und Vorschläge der ÖVP bezüglich dieses Projekts wurden die Antworten immer wieder mit der Begründung auf eine Präsentation des Gesamtkonzepts verschoben", berichtet ÖVP-Stadtrat Reinhard Lerchbammer.
Auch jetzt nach drei Jahren habe die Präsentation einer gangbaren Lösung für die Stadtgemeinde Leoben noch nicht stattgefunden, halbjährlich wurde diese verschoben, und man könne sich nicht sicher sein, ob überhaupt ein Baustart erfolgen werde, kritisiert die Leobener Volkspartei und mutmaßt, dass dieses Projekt vielleicht auch schon lange gestrichen worden sei.

Vorschläge der ÖVP negiert

„Vorschläge, wie wir sie seitens der ÖVP Leoben eingebracht haben, stießen auf taube Ohren und Anträge wie die Jungunternehmerförderung zur Ansiedlung von Unternehmenvom 14. 12. 2017 wurden bislang noch nicht einmal im Ausschuss behandelt“, berichtet Stadtrat Lerchbammer. Seine Schlussfolgerung: "Der Weg, den die SPÖ nun seit 2015 eingeschlagen hat, kann nicht zukunftsweisend für die Stadtgemeinde sein. Projekte, die einen Wahlgewinn versprechen, werden mit Priorität abgehandelt, andere, die von immenser Wichtigkeit für den Ruf der Stadt sind, werden ad acta gelegt. Ein Zustand, der dringendst geändert gehört! Der Congress im Herzen Leobens muss revitalisiert und die Stadt wieder vorangebracht werden!“

Pressetermin der Stadt Leoben

Nach Einlangen der Presseaussendung der ÖVP Leoben ist von der Pressestelle der Stadt Leoben eine Einladung zu einer Pressekonferenz für Montag, 28. Mai, gekommen. Das Thema: "Innenstadtentwicklung Rathauspassage".

Stellungnahme der FPÖ Leoben

Heute Freitag, 25. Mai, ist zum Thema "Congress Leoben" auch eine Pressemitteilung der FPÖ Leoben eingelangt, mit dem Titel "Zukunft Kongresszentrum Leoben – Bgm. Wallner im Dornröschenschlaf"
Im Text heißt es: Noch immer gibt es keine Lösung zu einem der wichtigsten Themen der Stadt Leoben, dem Kongresszentrum. „Von Sitzung zu Sitzung werden wir von Bgm. Wallner vertröstet, wahrscheinlich versucht er mit dieser Hinhaltungstaktik über seine Planlosigkeit in dieser Sache hinwegzutäuschen“, kritisiert FP-Vizebürgermeister Daniel Geiger.
Dabei liege die Lösung laut Geiger auf der Hand. Die Stadt müsse in ein modernes Kongresszentrum investieren und gemeinsam mit dem Hoteleigentümer Max Klarmann ein Konzept erstellen. Kongressgäste ließen viel Geld im jeweiligen Ort. Spezialisiere man sich auf Kongresstourismus und nütze Synergien mit der Montanuniversität würde die komplette Region profitieren, führt Geiger weiter aus.
„Wenn kaufkräftige Kongressgäste ihr Geld in Leoben ausgeben, siedeln sich neue Unternehmen an und schaffen dadurch Arbeitsplätze und zwar gerade in von weiblichen Arbeitskräften dominierten Sektoren wie Handel, Gastronomie und Hotellerie. So wird das Problem von Arbeitslosigkeit und sinkenden Einwohnerzahlen an der Wurzel gepackt und gelöst.“

Prestigeprojekte

Das Investitionsvolumen schätzt Geiger mit etwa vier Millionen Euro ein. „Wir haben dieses Geld noch.“ „Wird aber weiter in Prestigeobjekte investiert, mit denen Wallner glaubt wiedergewählt zu werden und das Thema Kongress nicht gelöst, entsteht ein irreversibler Schaden für die Stadt. Wallner muss endlich aus seinem Dornröschenschlaf erwachen und gemeinsam mit seinen Genossen sinnvolle Projekte für Leoben ausarbeiten. Es zählt jede Minute, denn schon jetzt wandern viele Kongressgäste in andere Städte aus, die man nur sehr schwer zurückgewinnen kann“, so Geiger abschließend.

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WOCHE Leoben aus Leoben

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