UKH Kalwang: Regionale Produkte bevorzugt
Eingekauft wird in der Region

Sie sorgen für das leibliche Wohl der Patientinnen und Patienten: Küchenleiterin Angelika Haberl (rechts) mit einem Teil ihres Küchenteams im UKH Kalwang.
  • Sie sorgen für das leibliche Wohl der Patientinnen und Patienten: Küchenleiterin Angelika Haberl (rechts) mit einem Teil ihres Küchenteams im UKH Kalwang.
  • Foto: WAFO
  • hochgeladen von Peter Wagner

Medizinisch hat das UKH Kalwang weit über die Bezirksgrenzen hinaus einen guten Ruf. Dass zu einem erfolgreichen und angenehmen Krankenhausaufenthalt auch eine gute Verpflegung gehört, wird  oft vergessen.

KALWANG. Pflegeberufe und das Personal in Krankenhäusern sind – absolut zu recht – in Zeiten wie diesen in aller Munde und genießen aufgrund der außergewöhnlichen Belastungen hohes Ansehen. Was aber ist mit all jenen Personen, die für die Patientinnen und Patienten meist unsichtbar ihre Arbeit verrichten? Diese Frage veranlasste die WOCHE Leoben zu einem Lokalaugenschein in der Küche des UKH in Kalwang.


Gekocht wird (fast) wie daheim

Standortleiter Helmut Kreiner und Küchenleiterin Angelika Haberl präsentierten interessante Daten und Fakten. Das UKH Kalwang der AUVA betreut jährlich rund 11.500 ambulante Patientinnen und Patienten, 3.200 Personen belegen im Schnitt die 73 vorhandenen Betten und werden stationär aufgenommen. 2.200 Operationen werden  pro Jahr durchgeführt. Bei diesen Zahlen kommt die Küchenleiterin Angelika Haberl ins Spiel. Sie verköstigt mit ihrem Team nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern natürlich auch das Pflegepersonal sowie die Ärztinnen und Ärzte. "Wir kochen aber nicht nur für das Krankenhaus, sondern beliefern auch das örtliche 'Essen auf Rädern', den Kindergarten und die Schule. Alles in allem sind das am Tag rund 200 Mahlzeiten", berichtet die Küchenleiterin, die seit 1998 im UKH arbeitet. Angefangen hat Angelika Haberl im UKH als Küchenhilfskraft. Sie merkte aber schnell, dass dieser Job das Richtige für sie ist und hat deshalb die Lehrabschlussprüfung nachgeholt: "Vor acht Jahren habe ich mich für die Leitung beworben."

Übersichtliche Küchengröße

"In einer Küche dieser Größenordnung geht es noch relativ überschaubar zu", sagt Haberl, "mit meinem Team habe ich auch die Herausforderung des ersten Lockdowns gut gemeistert. Jetzt kann man schon fast von so etwas wie Alltagsroutine sprechen, mit der wir ohne Probleme zu recht kommen!" Wenn aber Angelika Haberl von einer "überschaubaren Größe" spricht, sollte man trotzdem bedenken, dass in der Küche im UKH Kalwang im Jahr beispielsweise rund 1.500 Kilo Zwiebel, 700 Kilo Rindfleisch, etwas mehr als 2.050 Kilogramm Schweinefleisch sowie 27.000 Eier verkocht werden.


Lieferanten aus der Region

Bei den Lieferanten wird natürlich darauf geachtet, dass die Lebensmittel, wenn irgendwie möglich, aus der Region kommen. So kommt der frische Fisch aus Kalwang, die Eier aus Wald am Schoberpaß, die Milch aus Kurzheim, das Brot aus Gaishorn, das Mehl aus Knittelfeld, die Hühner aus Lassing und das Fleisch aus Gratwein. Stolz ist die Küchenleiterin auch auf den Umstand, dass die Mehlspeisen selbst gemacht werden:"Darum brauchen wir die vielen Eier."
Margarine wird in Kalwang seit geraumer Zeit nicht mehr verwendet. "Hier verwenden wir ausschließlich Butter", betont Haberl.
Kontrolliert wird die Einhaltung von Hygiene- und Dokumentationsvorschriften und sonstigen Vorgaben einmal jährlich von der Landesregierung, natürlich unangemeldet. Im Jahr 2019 wurde das AUVA-Krankenhaus in Kalwang mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.  Standortleiter Helmut Kreiner: "Darauf sind wir natürlich sehr stolz. Dieses Niveau wollen wir auch unbedingt halten und sind über Feedback unserer Patientinnen und Patienten sowie unserer Angestellten sehr erfreut."

Zur Sache:
Bei der AUVA sind ca. 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Kernaufgaben der AUVA sind die Verhütung von Arbeitsunfällen sowie die Heilbehandlung und Rehabilitation. Ziel ist es, Unfallopfer und Beschäftigte mit Berufserkrankungen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Eine weitere Kernaufgabe ist die finanzielle Entschädigung. Die AUVA betreibt neben einigen Trauma- und Rehabilitationszentren zwei Unfallkrankenhäuser in der Steiermark mit den Standorten in Graz und Kalwang. In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 375.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär.


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