Ironman-Weltmeisterschaft Nizza 2019
Hermann Mandler: "Man lebt nur einmal!"

Hermann Mandler beim Zieleinlauf.
  • Hermann Mandler beim Zieleinlauf.
  • Foto: Mandler's Tri Team
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Der Trofaiacher Ausnahmeathlet Hermann Mandler startet bei der Ironman-WM in Nizza.

TRIATHLON. Die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft kehrt zum ersten Mal seit 2015 nach Europa zurück. Mehr als 5.500 Profi- und Altersklassen-Athleten aus über 100 Ländern werden am 7. und 8. September in Nizza in Frankreich an den Start gehen. Mit dabei ist auch der Trofaiacher Hermann Mandler, der sich mit dem Sieg in seiner Altersklasse AK 60-65 beim Ironman 70.3. in St. Pölten den begehrten Slot (so heißt die Startberechtigung) für die WM geholt hat – mit mehr als zehn Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Viel Selbstvertrauen

Am 4. September ist Mandler mit viel Selbstvertrauen in das Flugzeug nach Nizza gestiegen, begleitet von seiner Lebenspartnerin Karin Rockenschaub, die ihm beim WM-Bewerb auch als Betreuerin zur Seite steht.
Angesichts seiner heuer bislang überaus erfolgreichen Saison ist der Trofaiacher mit großem Selbstvertrauen nach Frankreich geflogen. Neben dem überlegenen Sieg beim Halb-Ironman St. Pölten holte er in Obertrum in der olympischen Distanz den österreichischen Meistertitel. Bei seinem letzten Wettkampf vor der WM gewann er den Südsteiermark Triathlon am Planksee. Für die 40 Kilometer lange Radstrecke benötigte Mandler nur 56 Minuten, das war die zweitschnellste Zeit aller 157 Starter.

Hohe Erwartungen

Die Radstrecke in Nizza, die kupiert mit langen Steigungen auf eine Höhe von 962 Meter führt, wird wohl über Sieg und Niederlage entscheiden. Da rechnet sich Mandler angesichts des Trainings auf heimischen Bergstrecken einiges aus: "Ich glaube, das liegt mir. Mit einer guten Fahrt könnte sich in Nizza was ausgehen." Die persönliche Bestzeit des 63-Jährigen über die olympische Distanz (1,9/90/21,2) liegt bei 4:42 Stunden. "Angesichts der zu erwartenden hohen Temperaturen und der extrem schwierigen Radstrecke bin ich zufrieden, wenn ich mit einer Gesamtzeit um die fünf Stunden ins Ziel komme. Ich träume von einem Platz unter den ersten fünf, wenn wirklich alles passt, ist sogar ein Stockerlplatz drinnen."

Leistungsexplosion

Für die Weltmeisterschaft hat Mandler sein Trainingsprogramm intensiviert. In der Woche kam er auf 60 Lauf- und 300 Radkilometer sowie zehn Schwimmkilometer, unterstützt wurde er dabei von seinem Trofaiacher Physiotherapeuten Johann Pumhösl sowie den beiden Trainern Vincent Vermeulen und Christian Wohlmuther. Mit Letzterem hat er seine Schwimmtechnik verfeinert. Dafür ließ er sich sogar in seinem privaten Swimmingpool eine Gegenstromanlage einbauen.
"Vor mehr als einem Jahr habe ich meine Ernährung total umgestellt. Ich verzichte weitestgehend auf Milchprodukte, Weizengetreide und Zucker", berichtet Mandler. Er hat entdeckt, dass das Müsli auch mit Mandelmilch schmeckt. "Gute Ernährung in Kombination mit gutem Training hat bei mir eine gewaltige Leistungssteigerung bewirkt. Es geht richtig aufwärts", sagt der Ausdauersportler.
Während 117 der weltbesten Triathleten und Triathletinnen um ein Preisgeld von insgesamt 250.000 Dollar und die WM-Medaillen kämpfen, wird Mandler als Starter in der Amateurklasse – egal wie er sich im Bewerb behauptet – finanziell nicht reicher aus Frankreich zurückkehren. Ganz im Gegenteil, das WM-Abenteuer kostet ihn rund 5.000 Euro. Sein Kommentar: "Das ist es mir wert, denn man lebt nur einmal!"

Daten & Fakten

2019 IRONMAN 70.3 World Championship
7./8. September, Nizza (F)

Die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke führt am Quai des Etats-Unis entlang, während der Schwimmstart in La baie des Anges erfolgt. Anschließend führt die 90 Kilometer lange Radstrecke in einer Runde in die Berge rund um Nizza, einschließlich des Col de Vence. Dort ist ein 9 Kilometer langer Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,6 Prozent zu überwinden, um den höchsten Punkt, 962 Meter über dem Meeresspiegel, zu erreichen. Die 21,2 Kilometer lange Laufstrecke führt auf zwei Runden entlang der weltberühmten Promenade des Anglais, wo sich auch die Ziellinie befindet.

Autor:

Wolfgang Gaube aus Leoben

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