Johanna Kislick: Fußball ist ihr Leben

Johanna Kislick  (2.v.l.) tauscht den Dress des DFC Leoben mit dem Leiberl des U17-Nationalteams.
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  • Foto: Krainer
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

FUSSBALL. Im Alter von 15 Jahren zählt Johanna Kislick bereits zum Stamm des österreichischen U17- Nationalteams. Wenn die junge Frau aus St. Michael sagt, Fußball sei ihr Leben, dann gibt es daran nichts zu rütteln. Die Liebe zum runden Leder wurde ihr bereits mit in die Wiege gelegt. Vater Alfred Kislick, jetzt Regionalliga-Schiedsrichter, kickte früher in der steirischen Landesliga.
Bis zum ersten und einzigen Durchhänger mit zehn Jahren lief sie mit den Buben beim ESV St. Michael auf das Feld. Als 13-Jährige, nach einem kurzen und nicht ganz ernst zu nehmenden Intermezzo in Kraubath, wechselte Johanna zum DFC Leoben. Sie fand bald Berücksichtigung in den Auswahlen des steirischen Fußballverbandes.
Die große Chance ergab sich für sie auf Anraten ihrer Verbandstrainer. Johanna Kislick stellte sich den Aufnahmekriterien der ersten österreichischen Frauen-Fußballakademie in St. Pölten. Von 150 Mädchen überstanden 35 das beinharte Ausleseverfahren, eine davon war Johanna Kislick. Die Aufnahme ins Ausbildungszentrum bedeutete für die damals 14-Jährige allerdings auch „Ade, trautes Heim, ab ins Internat“.
Bislang hat es sich ausgezahlt. Schule (Johanna besucht die Bundeshandelsschule) und Sport lassen sich gut vereinbaren. Die Bedingungen im niederösterreichischen Sportzentrum sind ideal. Trainingsstätten, Schule und Internat liegen nahe beisammen. Der Unterschied zu männlichen Akademien: Am Wochenende wird beim Heimatverein DFC Leoben aufgelaufen. Das 15-jährige „Teamküken" mit großem Kämpferherz und großer Schusskraft wird von Trainer Thomas Rupp im Mittelfeld eingesetzt.

Am Weg zur Stammspielerin
Bei Nationaltrainer Dominik Thalhammer scheint Johanna Kislick ebenfalls ein Fixleiberl zu haben. Nach zwei Kurzeinsätzen im September trug sie beim Entwicklungsturnier in Portugal von Beginn an gegen die Schotten, Holland und Portugal den Nationaldress. Der erhebendste Moment: Am Feld zu stehen und die Bundeshymne zu hören.
Vergangene Woche stand in Neulengbach die EM-Qualifikationsrunde an. Gegner waren Norwegen, Irland und Polen. Bei zwei freundschaftlichen Länderspielen gegen Nordirland in Belfast soll der letzte Schliff gefunden werden.
Das lustige, nette, immer freundlich lächelnde Mädchen hat schon jetzt etwas erleben dürfen, was für andere nie wahr werden wird. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Johanna Kislick hat noch Träume: Irgendwann vielleicht ein Engagement im Ausland, dazu eine schulische Weiterbildung.

Text: Peter Taurer

Autor:

Wolfgang Gaube aus Leoben

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