Zentrum am Berg
Eisenerz: Modernstes Tunnelforschungszentrum Europas eröffnet

Eröffnung am Erzberg: LH Hermann Schützenhöfer, LR Barbara Eibinger-Miedl, Departmentleiter des "Zentrum am Berg" Robert Galler, Vorsitzender des Universitätsrates der Montanuniversität Leoben Hannes Androsch, Bundesminister Heinz Faßmann, Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder (v.l.).
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  • Eröffnung am Erzberg: LH Hermann Schützenhöfer, LR Barbara Eibinger-Miedl, Departmentleiter des "Zentrum am Berg" Robert Galler, Vorsitzender des Universitätsrates der Montanuniversität Leoben Hannes Androsch, Bundesminister Heinz Faßmann, Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder (v.l.).
  • Foto: Montanuniversität Leoben/Freisinger
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Das "Zentrum am Berg", eine Tunnelanlage, die Untertageforschung zu realen Bedingungen ermöglicht, wurde am steirischen Erzberg offiziell eröffnet und in Betrieb genommen.

EISENERZ. Am steirischen Erzberg wurde heute (Montag, 18. Oktober) das "Zentrum am Berg" (ZaB) eröffnet und in Betrieb genommen. Mit mehr als vier Kilometer Untertagebauanlagen ist es eine europaweit einzigartige Einrichtung für Forschung und Entwicklung in den Bereichen Geotechnik und Tunnelbau sowie für Ausbildung und Training in den Fachbereichen Tunnelsicherheit und Untertagebau.
Wilfried Eichlseder, der Rektor der Montanuniversität Leoben die hinter diesem Projekt steht: "Mit diesem Tunnelforschungszentrum haben wir den Horizont in wissenschaftlicher und technischer Hinsicht deutlich erweitert. Wie wir aus Anfragen um Forschungskooperationen aus aller Welt entnehmen können, hat die Montanuniversität damit nachhaltig an internationaler Sichtbarkeit und Strahlkraft gewonnen."

Forschung untertage zu realen Bedingungen

Das ZaB verfügt über zwei parallel verlaufende Autobahn- und zwei Eisenbahntunnel sowie eine fünfte Röhre, einen ehemaligen Förderstollen: Die Straßen- und Eisenbahntunnel treffen nach rund 400 Metern aufeinander und wurden vom Kreuzungspunkt über einen mehr als 100 Meter langen Verbindungstunnel mit dem Presserstollen verbunden. Die Tunnel und Stollen wurden bereichsweise ausgebaut und stehen nunmehr auf einer Länge von rund einem Kilometer für F&E sowie Ausbildungs- und Trainingszwecke zur Verfügung.

Weltweite Strahlkraft

Der Start in den Vollbetrieb ist nach Abschluss der letzten Genehmigungsverfahren im September dieses Jahres erfolgt. „Bereits jetzt sind mehr als 20 nationale und internationale Forschungspartner mit den unterschiedlichsten Projekten im ZaB tätig, und wir haben Anfragen aus der ganzen Welt“, berichtet Universitäts-Professor Robert Galler, Departmentleiter des „Zentrum am Berg“.
Die Errichtungskosten in der Höhe von rund 30 Millionen Euro teilen sich das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (6 Mio. Euro) und jenes für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (6 Mio. Euro) sowie das Land Steiermark (12 Mio. Euro) und die Montanuniversität Leoben (6 Mio. Euro). Der laufende Betrieb des ZaB soll durch Forschungsvorhaben mit der Wirtschaft finanziert werden.

Trainings- und Versuchszentrum

Die voll ausgestatteten Straßen-, Eisenbahn- und Versuchstunnel erlauben unterschiedlichste Trainingsmöglichkeiten und Versuchsdurchführungen für Einsatzkräfte, sowie für Betriebs- und Instandhaltungspersonal. Damit soll entscheidend zur Erhöhung der Sicherheit von Nutzern von unterirdischen Verkehrsanlagen beigetragen werden. Anhand von Schulungen soll auch die Instruktion von Service- und Instandhaltungspersonal stattfinden und die praktische Ausbildung für facheinschlägige Berufe angesiedelt werden.
Die Anlage gestattet

  • die Erprobung von Evakuierungsszenarien unter Einsatz unterschiedlicher Schutz- und Leiteinrichtungen, Signaltechnik,
  • Versuche mit automatisierten Brandbekämpfungssystemen
  • Training bei sehr hohen Brandlasten (z. B. LKW Brand)
  • Auswirkung unterschiedlicher Betriebsszenarien für Anlagen- und Betriebstechniker, optimierte Abwicklung von Wartungsvorgängen
  • Ausbildung facheinschlägiger Berufe
  • Auswirkung unterschiedlicher Betriebsszenarien für Anlagen- und Betriebstechniker*innen, optimierte Abwicklung von Wartungsvorgängen 
  • Ausbildung facheinschlägiger Berufe 

Dazu gibt es auch einen Kommentar von Wolfgang Gaube!

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