Schokoria Elisabeth
Leobener Pralinen versüßen die Welt

Elisabeth und Kurt Trampus in ihrer Schokoria Elisabeth. Nach mehr als drei Jahrzehnten suchen sie für ihr Geschäft eine Betriebsnachfolge.
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  • Elisabeth und Kurt Trampus in ihrer Schokoria Elisabeth. Nach mehr als drei Jahrzehnten suchen sie für ihr Geschäft eine Betriebsnachfolge.
  • Foto: Klaus Pressberger
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Nach mehr als drei Jahrzehnten in der Süßwarenbranche suchen Kurt und Elisabeth Trampus für ihre Schokoria Elisabeth in Leoben einen neuen Eigentümer.

LEOBEN. Die Leobener Pralinen – kreiert von Elisabeth und Kurt Trampus – sind nicht allein bei Naschkatzen in der Region gefragt. Als exquisites Geschenk sind sie weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt, das süße Mitbringsel hat den Weg in die USA, nach China, Japan und Australien gefunden. Vertrieben werden die exklusiven Pralinen im Süßwarenfachgeschäft "Schokoria Elisabeth" der Familie Trampus in Leoben.

Hergestellt werden sie in der Confiserie Lauenstein in Oberbayern und in der Konditorei Jindrak, wo einst die Linzer Torte "erfunden" wurde. Die Idee, mit dem Leobener Wahrzeichen, dem Schwammerlturm, ein süßes Souvenir zu gestalten, hatte Kurt Trampus sechs Jahre nachdem er 1989 in Leoben sein erstes Süßwarenfachgeschäft eröffnet hatte – benannt nach dem Vornamen seiner Gattin Elisabeth, die das Geschäft führte.

Zeit für einen Schlussstrich

Die Familie Trampus und ihre Mitarbeiterinnen entwickelten die "Schokoria Elisabeth" zur ersten Adresse für Pralinen und Schokolade, in der außergewöhnliche Geschenkartikel und ein exklusives Teesortiment das Angebot bereichern. Nach mehr als drei Jahrzehnten, in denen sie mit ihrer Schokoria eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte geschrieben haben, denken Elisabeth und Kurt Trampus an den Ruhestand.

"Der Zeitpunkt ist gekommen, um einen Schlussstrich zu ziehen. Aber unser Geschäft einfach zuzusperren, das bringen wir nicht übers Herz", sagen sie, daher werde intensiv nach einer Betriebsnachfolge gesucht. Die Eckdaten der Schokoria Elisabeth sprechen für sich: 157.000 Pralinen werden jährlich verkauft, 24.356 zahlende Kunden wurden vor der Coronapandemie im Jahr 2019 registriert. Das Süßwarenfachgeschäft in Bestlage Homanngasse/Straußgasse zählt zu den absoluten Frequenzbringern in der Leobener Innenstadt. Kurt Trampus: "Das ist – ohne überheblich zu sein – ein Zeichen, dass wir mit unseren Produkten und unserem Service sehr beliebt sind."

Volle Unterstützung für den Nachfolger

Von seinem Nachfolger (oder seiner Nachfolgerin) erwartet er den Mut, sich etwas zu trauen: "So wie auch wir den Mut gehabt haben, in Leoben ein zuvor nicht bekanntes Angebot zu schaffen." Zudem wäre man gut beraten, das bewährte Verkaufsteam – aktuell sind es drei Mitarbeiterinnen – zu übernehmen. Kurt Trampus will den neuen Schokoria-Geschäftsführer noch ein halbes Jahr voll unterstützen und ein weiteres halbes Jahr beratend zur Seite stehen: "Das mache ich gratis!"

Die Erinnerungen an mehr als 30 Jahre Schokoria-Geschichte dokumentieren zahlreiche, vor allem süße Höhepunkte: Das Schokoladenfest, das bis zur Coronapandemie zwölfmal stattfand und tausende Besucher begeisterte, die Damenspende für den Steirerball in Wien im Jahr 2002, Bonbon-Sträuße – liebevoll gestaltet von Elisabeth Trampus, die Gösser Bierschokolade – exklusiv hergestellt vom Chocolatier Zotter, die 112 verschiedenen Pralinen- und Trüffelspezialitäten und die hochwertige Verpackung der Köstlichkeiten als kostenloses Service für die Schokoria-Kunden.

Einzigartiges Geschäft

Kürzlich haben Elisabeth und Kurt Trampus von einer nicht aus Leoben stammenden Kundin ein ehrendes Kompliment ausgesprochen bekommen: "Dieses Geschäft ist etwas Einzigartiges, das ich in dieser Kombination weder in Graz noch in Wien finde." Bleibt zu hoffen, dass dies auch nach der Ära Trampus Gültigkeit hat.

Die Chronologie der Schokoria Elisabeth

 "Es kann nicht sein, dass es in Leoben, der zweitgrößten Stadt der Steiermark, kein Süßwarenfachgeschäft gibt": Kurt Trampus, langjähriger Außendienstmitarbeiter einer namhaften Süßwarenfirma, eröffnete 1989 mit seiner Gattin die "Schokoria Elisabeth". Auf 24 m² Geschäftsfläche in der Josef-Graf-Gasse.

1995 erfolgte die Übersiedlung zum Schwammerlturm in die Homanngasse 9. Das größere Geschäft mit 60 m² Verkaufsfläche ermöglichte die Erweiterung des Sortiments um Geschenkartikel, ausgesuchte Weine und Tee. Die Leoben-Praline wurde kreiert, sie ist seit heute ein beliebtes Geschenk, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt ist (siehe nebenstehenden Bericht).

Auch dieses Geschäftslokal wurde bald zu klein, im Jahr 2008 wurde die heutige Schokoria-Niederlassung in der Homanngasse 14/Ecke Straußgasse 15 eröffnet. 220 m² ermöglichen die großzügige Präsentation der Geschenkartikel, Souvenirs, Pralinen und Schokolade, eine eigene Abteilung für (offenen) Tee aus allen Ländern wurde geschaffen. Die Schokoria etablierte sich zur unumstrittenen Nummer 1 in der Süßwaren- und Geschenkartikelbranche.

157.000 handgefertigte Pralinen werden jährlich in der Schokoria Elisabeth verkauft, aneinandergelegt würde das eine Strecke von 4,7 Kilometer bedeuten.

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