Technikum Metallurgie
"Von der Steiermark in die Welt hinaus“

Eröffnung des "Technikums Metallurgie" der Metal Engineering Division mit Franz Kainersdorfer (li.) und Wolfgang Eder.
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Die "voestalpine" eröffnete in Leoben-Donawitz eine zukunftsweisende Forschungsanlage für High-Tech-Stähle.

LEOBEN. "Es ist die bislang größte Forschungsinvestition der voestalpine in Leoben-Donawitz", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder anlässlich der Eröffnung des "Technikums Metallurgie". Dazu wurde das fast 100 Jahre alte Gießereigebäude saniert und dort mit einer Investitionssumme von 18 Mio. Euro ein komplettes Stahlwerk im Kleinformat errichtet.
In einer weltweit einzigartigen Pilotanlage erforscht die voestalpine in Leoben-Donawitz ab sofort die Produktion neuer Hochleistungsstähle, die von den steirischen Konzerngesellschaften zu Spezialschienen, Qualitätswalzdraht und höchstbelastbaren Ölfeldrohren weiterverarbeitet werden. Die voestalpine baut damit ihre weltweite Technologieführerschaft bei anspruchsvollsten Produktlösungen aus Stahl weiter aus.

Investition in die Zukunft

„Die voestalpine erzielt heute zwei Drittel des Konzernumsatzes aus der Verarbeitung von Stahl zu anspruchsvollen Komponenten und Systemlösungen, etwa für die weltweite Automobil-, Bahninfrastruktur- oder Luftfahrtindustrie. Mit der Forschungsanlage ,Technikum Metallurgie' eröffnen wir uns völlig neue Möglichkeiten in der Entwicklung zukunftsweisender Stahlsorten, die die Voraussetzung für die hohe Qualität unserer Endprodukte bilden“, betonte Eder.
Die Produktentwicklung im Technikum Metallurgie erfolgt laut voestalpine über eine CO₂-reduzierte Route: Als Energieträger für die Erschmelzung des Vormaterials dient elektrischer Strom aus erneuerbaren Energien, wodurch mindestens 2.800 Tonnen CO₂ pro Jahr am Standort eingespart werden.
Weiters erfreulich: Die Kernkomponenten – neben den Schmelzöfen auch eine Stranggussanlage – hat der steirische Anlagenbauer Inteco mit Sitz in Bruck an der Mur geliefert.

Stahlwerk im Kleinformat

Im neuen Mini-Stahlwerk werden noch leichtere, reinere und festere Stähle in kleinen Einheiten von bis zu fünf Tonnen hergestellt. Im Vergleich dazu sind bestehende Produktionsanlagen der Metal Engineering Division in Leoben-Donawitz auf Mindestmengen von 68 Tonnen ausgelegt. "Die neue Forschungsanlage bietet uns eine ideale Testumgebung, um unsere Stähle rasch an die Bedürfnisse unserer Kunden und geänderte Marktanforderungen anpassen zu können. Die einzigartige Anlagenkonfiguration – wir haben ein komplettes Stahlwerk im Kleinformat gebaut – ermöglicht uns gleichzeitig, die dort gewonnenen Ergebnisse direkt auf die Großanlagen zu übertragen", sagte Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied und Leiter der Metal Engineering Division.

Investition ist verdient

"Um dieses Forschungszentrum beneidet uns die Welt. Donawitz hat sich diese Investition verdient, das Geld ist hier in besten Händen", lobte Vorstandschef Eder. Rund 80 Mio. Euro ist das Investitionsvolumen für die neue Stranggussanlage, die im Herbst dieses Jahres eröffnet wird.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Wolfgang Gaube!

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