20.03.2017, 11:48 Uhr

Die Elektronik ist weiter im Vormarsch

Bezirkshauptmann Walter Kreutzwiesner mit der neuen Kanzleileiterin Bärbel Sandriesser.

Knapper Personalstand, mehr Leistungen: An Arbeit mangelt es in der Bezirkshauptmannschaft Leoben nicht.

LEOBEN. Im Rahmen der Präsentation der Leistungsbilanz "seiner" Behörde sprach Bezirkshauptmann Walter Kreutzwiesner über geplante Aktivitäten im Jahr 2017. Der elektronische Akt wird – nach dem Pilotprojekt im Anlagenreferat – im Bereich Sozialwesen eingeführt. Auch sämtliche straßenpolizeiliche Maßnahmen und Verordnungen im Bezirk Leoben werden digital erfasst.

Reisepässe

1,1 Millionen Reisepässe verlieren in Österreich im Jahr 2017 ihre Gültigkeit. In der Stadt Leoben sind es rund 2.600 Reisepässe, die heuer ablaufen, im übrigen Bezirk sind es 4.922. "Das sind deutlich mehr als in einem durchschnittlichen Jahr. Vor allem in den Monaten März bis Juli wird es zu einem großen Andrang in den Passämtern kommen. Wir empfehlen, rechtzeitig zu kommen, um längere Wartezeiten zu vermeiden", betonte Kreutzwiesner.


Sozialhilfeverband

Einen kostenintensiven Teil der Arbeit in der Bezirkshauptmannschaft beansprucht der Sozialhilfeverband Leoben. 2016 waren ordentliche Ausgaben von 80,1 Mio. Euro zu verzeichnen. Kreutzwiesner: "Nahezu jeder zweite Euro geht in Pflegeheimkosten." Die 16 Gemeinden des Bezirkes mussten 17,6 Mio. Euro an Umlagen an den Sozialhilfeverband leisten.


Kanzleileitung

Die Kanzleileitung der Bezirkshauptmannschaft – die nach dem unerwarteten Tod von Herbert Hatzenbichler neu zu besetzen war – hat Bärbel Sandriesser übernommen.


Daten & Fakten

Der Personalstand der Bezirkshauptmannschaft Leoben betrug Ende 2016 87 Personen, 94 sieht der Dienstpostenplan vor.

693 Religionsaustritte gab es 2016, 421 im Bezirk, 272 in der Stadt Leoben.

22.484 Anonymverfügungen
hat das Strafreferat erledigt, 6.115 Strafverfügungen und 638 Straferkenntnisse abgehandelt.

2.180 Jugendschutzkontrollen wurden durchgeführt.

3.336 Reisepässe wurden im Jahr 2016 ausgestellt.

179 anzeigepflichtige Erkrankungen registrierte das Sanitätsreferat.

Die Ausgaben für die Behindertenhilfe betrugen 16,4 Mio. Euro.

Die Aufwendungen für die Jugendhilfe beliefen sich auf 5,6 Mio. Euro.
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