23.09.2014, 13:16 Uhr

Dunkle Spuren der Vergangenheit

Puppenspieler Nikolaus Habjan mit seinen Protagonisten, dem "Herrn Karl" und der "Frau Gisela". (Foto: WAFO)

EisenerZ*ART brachte Nikolaus Habjan mit seinem Puppentheater in die Erzbergstadt.

EISENERZ. Schon nach wenigen Minuten ist eines ganz klar - auf dieser Bühne arbeitet ein absoluter Profi. In einer als verraucht dargestellten Kaffeehausatmosphäre erzählt Nikolaus Habjan - oder eigentlich seine selbstgefertigten Puppen - von einer Zeit und Erlebnissen, die heute oft noch gerne verdrängt werden.
Helmut Qualtinger
Gemeint sind die späten 20er Jahre, die Nazizeit bis hin zur Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg, inklusive einiger Seitenhiebe zu Ereignissen der Gegenwart. Die verschiedenen Erlebnisse und Erzählungen seiner drei Puppen erinnern sicher nicht zufällig an Qualtingers Darstellung des Herrn Karl. Neben der großartigen Mimik seiner Puppen sorgt Habjan vor allem mit verschiedensten Dialekten und Stimmlagen für ein umwerfendes Figurentheater und äußerst kurzweilige 90 Minuten. Fazit: Absolut sehenswertes Puppentheater für Erwachsene. -wag-
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.