24.05.2017, 14:24 Uhr

Eine Schule aus 1000 Eierkartons

Die großen Baumeister Barbara und Klaus Tolliner und Elisabeth Felser mit Vizebürgermeister Maximilian Jäger eröffnen das Haus.

Beim nachhaltigen Projekt "Wir bauen unsere Schule" bastelte Barbara Tolliner mit Schülern aus Leoben ein Schulhaus ganz nach den Vorstellungen aller an dem Thema "Schule" Beteiligten

LEOBEN. Ein Haus aus mehr als 1000 Eierkartons – Das ist das Resultat aus einem Tag harter Bastelarbeit und vielen Wochen intensiver Vorbereitung. Unter dem Motto "Wir bauen unsere Schule" gelang es "take-off"-Lernberaterin Barbara Tolliner und ihrem Team mit diesem nachhaltigen Haus Wünsche und Anliegen bezüglich dem Thema Schule einzufangen – Und zwar nicht nur die von Bildungsexperten, sondern die der Betroffenen selbst.

An einem Tag aufgestellt

Am 23. Mai fand die etwas andere Schulhauseröffnung durch Vizebürgermeister Maximilian Jäger im Foyer der Volksbankfiliale Leoben statt. Nur einen Tag vorher wurde der Grundstein, die erste Eierschachtel, für das nachhaltige Projekt gelegt. Innerhalb von ein paar Stunden schafften es die kleinen Baumeister der 1b-Klasse der Volksschule Leoben-Stadt aus den unzähligen Eierkartons ein Haus zu zimmern. Zur Entscheidung welche Klasse das Haus bauen durfte, wurden in vielen Leobener Schulklassen Eierkartons gesammelt – die 1b der VS Leoben-Stadt schaffte mehr als 300 und holte sich so den Sieg des kleinen Wettbewerbs.

Für die Nachhaltigkeit

Die zündende Idee für dieses Projekt kam Tolliner beim Internetsurfen: "Vor ungefähr 3 Jahren habe ich im Internet ein Haus aus Eierkartons gesehen. Heuer war es dann klar für mich: Wir bauen unsere Schule gemeinsam mit allen an Schule Beteiligten." Dass das Projekt genau am 22. Mai gestartet wird und nun noch bis 9. Juni weiterläuft, ist alles andere als Zufall: Genau in diesem Zeitraum findet die österreichweite Initiative "Aktionstage Nachhaltigkeit", dessen Ziel es ist das allgemeine Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken, statt.


RFID-Tags führen zu den Statements

Besonders spannend an dem Haus: Es befinden sich zahlreiche RFID-Tags an den Eierschachteln angeklebt. "Das ist die Technologie, die z.B. auch bei Bankomatkarten zum berührungslosen zahlen verwendet wird," erklärt Klaus Tolliner. Auf diesen Tags sind die Links zu den einzelnen Websiten mit den Statements aller Beteiligten gespeichert. Somit kann sich nun jeder Hausbesucher der nachhaltigen Eierschachtelschule mit einem NFC-fähigen Smartphone die Wünsche und Gedanken anhören.
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