15.09.2016, 16:27 Uhr

Für uns. Freiwillige verbinden Generationen

Manfred Tatschl aus Trofaiach kümmert sich im Zeit-Hilfs-Netz um eine ältere Dame. (Foto: ORF)

Manfred Tatschl (48) aus Trofaiach ist einer der steirischen Freiwilligen, deren Engagement das Österreich-Bild am 25. September 2016, um 18.25 Uhr, in ORF 2 beleuchtet.

TROFAIACH, GRAZ. „Zeit kann man immer schenken, dafür braucht man kein Geld.“ Hunderttausende Menschen in der Steiermark engagieren sich freiwillig und leisten ehrenamtliche Arbeit. Gestalterin Ulli Enzinger begleitete für eine neue TV-Dokumentation Freiwillige, die sich in unterschiedlichen Bereichen einsetzen und generationenübergreifend helfen und unterstützen: zu sehen am Sonntag, 25. September 2016, 18.25 Uhr, in ORF 2.


Privates Engagement

Fast jeder zweite Steirer/jede zweite Steirerin leistet Freiwilligenarbeit und engagiert sich in Hilfsorganisationen, Vereinen oder privat ‒ „für uns“. Sehr viel von diesem ehrenamtlichen Einsatz findet in einem lebendigen Austausch zwischen den Generationen statt. ORF Steiermark-Gestalterin Ulli Enzinger und Kameramann Klaus Ibitz widmen sich in einer TV-Dokumentation der „Familie der Freiwilligen“ in der Steiermark. Das Filmteam begleitete stellvertretend für viele tausende Ehrenamtliche sechs Freiwillige, die einen Beitrag für ein besseres Miteinander leisten möchten und die mit ihrer Arbeit Generationen verbinden.
Im Mittelpunkt der Doku stehen das Engagement und die vielfältigen Aufgabenfelder. Gleichzeitig gibt der Film Einblicke, warum diese Menschen helfen, was sie motiviert, bewegt und was sie selbst an Sinn, Erfahrung, Anerkennung und Wertschätzung aus ihren Tätigkeiten mitnehmen. Und der Film zeigt vor allem auch, wie Freiwillige Brücken bauen ‒ zwischen den Generationen.


Selbstwert und Bestätigung

„Zeit kann man immer schenken, dafür braucht man kein Geld“, so der Taxifahrer Manfred Tatschl (48) aus Trofaiach, der sich im Zeit-Hilfs-Netz um eine ältere Dame kümmert und diese nach dem Tod ihres Mannes aus der sozialen Isolation geholt hat. Er findet Selbstwert und Bestätigung in seinem Engagement.
"Ich will und kann der älteren Generation das zurückgeben, was sie für uns getan hat", sagt Tatschl. Er engagiert sich nahezu seit Beginn des von Susanne Sacher in Trofaiach initiierten Projektes Zeit-Hilfs-Netz. Tatschl hat in seiner Jugend Erfahrungen gemacht, die ihm im späteren Leben gezeigt haben, "wie wichtig es ist, jemandem, der auf Hilfe wartet, diese Hilfe auch zu geben".

Jung und Alt

Das Filmteam traf die Seniorin Hannelore Pircher (72), sie kommt als „Leseomi“ regelmäßig in die Volksschule Gleisdorf. Am Anfang des Schuljahres sind es einzelne Worte, am Ende der ersten Klasse lesen die Kinder aus Büchern ganze Sätze vor. Hannelore Pircher und die Leseomis unterstützen mit ihren Besuchen Kinder, Lehrer und Eltern.
Monika Rabensteiner (31) zeigt, wie die ältere Generation von den Jüngeren lernen kann. Die junge Sozialpädagogin hält in Veitsch im Mürztal Tablet-Kurse für SeniorInnen und bemüht sich, ihnen die Welt der Neuen Medien näherzubringen - weil es ihr Spaß macht und weil sie hofft, damit auch ein Stück weit bei Älteren das Verständnis für die jüngere Generation zu fördern.
„Hilfe, die ankommt“ und den Kontakt mit Menschen ‒ das schätzt Physikstudent Alex Pfleger (23) aus Graz an seiner Freiwilligenarbeit. Er engagiert sich samstags bei der Team Österreich Tafel des Roten Kreuz in Graz Liebenau, die genusstaugliche, aber unverkäufliche Lebensmittel in Geschäften einsammelt und an hunderte Bedürftige weitergibt; viele von Ihnen sind ältere Menschen, die nach Schicksalsschlägen um ihre Existenz bangen müssen.
Begleitet wird auch die ambitionierte Feuerwehrfrau Kathrin Schmiedbauer (26) auf der Pack, die sich als einzige Frau unter 35 Männern zur stellvertretenden Kommandantin hochgearbeitet hat. „Die Alten bringen die Erfahrung ein, die Jungen neue Ideen“. Die Feuerwehr als Organisation in der traditionell Jung und Alt zusammenarbeiten, möchte die junge Frau durch beharrliche Öffentlichkeitsarbeit wieder attraktiver für Jüngere machen - denn vor allem im ländlichen Raum ist das Nachwuchsproblem spürbar.
Für die Gesellschaft wichtige Werte wie „Verlässlichkeit, Zusammenhalt oder Durchhaltevermögen“ zu vermitteln, ist das Ziel der ehrenamtlichen Sporttrainerin Hedi Weirer (74) aus Murau. Die ehemalige Kunstturnerin trainiert Kinder im Turnen und Rettungsschwimmen. Erfolge wie der Sieg der Bundesmeisterschaften im Rettungsschwimmen sind für sie Bestätigung, auch der Bewegungsmangel vieler Kinder motiviert sie, Zeit zu schenken.


ORF-Programmschwerpunkt

Das Österreich-Bild „Für uns. Freiwillige verbinden Generationen“ ist Höhepunkt des ORF Steiermark-Programmschwerpunkts „Für uns. Die Freiwilligen der Steiermark“. Die Sendereihe holt seit März 2015 in TV, Radio und Internet wöchentlich jene Menschen vor den Vorhang, die sich in ihrer Freizeit freiwillig und ohne Bezahlung engagieren ‒ „für uns“.

TV-Tipp:

„Für uns. Freiwillige verbinden Generationen“
Sendetermin: Österreich-Bild, 25. September 2016, 18.25 Uhr, ORF 2
Gestaltung: Ulli Enzinger
Kamera: Klaus Ibitz
Ton: Manfred Klöckl
Schnitt: Oliver Wendlinger
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