20.10.2014, 16:22 Uhr

In Berlin wird mit ,Glück auf!' gegrüßt

Gert J. Wlasich ist Autor und Journalist. (Foto: KK)

Der ehemalige
Leobener Lehrer und Journalist Gert J. Wlasich hat ein neues Buch veröffentlicht.

LEOBEN. Als Gert J. Wlasich im Vorjahr das Buch "Seegraben stirbt" - Kindheitserinnerungen an die 238­-jährige Geschichte des Kohlenbergbaus Leoben-­Seegraben - veröffentlichte, war das Echo nicht nur in der Obersteiermark groß. Im Saarland und im Ruhrgebiet und selbst im bergbaufreien Berlin, wo der ehemalige Leobener Wlasich seit 1979 lebt, ist das Werk ebenfalls gut angekommen. "Mich grüßen jetzt etliche Leute mit ,Glück auf!', was ich als liebenswerte Aufmerksamkeit empfinde", berichtet der Autor.
Jetzt hat Wlasich im Berliner Intelligenzverlag "Kalwang & Eis" ein weiteres "Büchl" veröffentlicht. Im "Leobener Geplärr" greift er Ereignisse und Situationen auf, die er als Lehrer und Journalist in seiner obersteirischen Heimat miterlebt und kommentiert hat. Es geht um die Jahre 1964 bis 1978, als die Landesfarben in der Politik nicht grün-weiß, sondern schwarz-rot waren und Gert Wlasich als ausgewiesener Sozialdemokrat für die ÖVP-nahe „Kleine Zeitung“ schrieb.

Titelgeschichte

Die Zeitgeschichten und Glossen, abwechslungsreich illustriert, werfen nach Fontanes Prinzip „Alles ist eine Frage der Beleuchtung“ manchen Schatten auf und in die alles andere als grüne Landschaft und deren Eingeborene. Nur die Titelgeschichte spielt in der Zeit nach der Entdeckung Amerikas, hat aber regionalen Bezug: Sie handelt vom moralisch nicht ganz sauberen Mönch Martinus, der in der Nähe des ehemaligen Leobener Dominikanerklosters geboren wurde und nach abenteuerlichem Leben daselbst elendiglich verbrannte.
In einem frechen Flickenteppich inszeniert der Autor seine unzensierten Erinnerungen an die Zeit von 1964 bis 1978, die er je zur Hälfte als Lehrer und als Journalist in seiner obersteirischen Heimat verbracht hat. Wlasich hatte den Mut zu "Glossen contra Posch, dem legendären ehemaligen Leobener Bürgermeister. Und zur ungeschminkten Wahrheit, die sich in seinen Theaterrezensionen in der Kleinen Zeitung und im ORF Steiermark widerspiegelte.
Wer in diesen Jahren des strikten Parteienproporzes lebte und damals seine berufliche Existenz aufbaute, wird an diesen „obersteirischen Reminiszenzen“ Gefallen finden! WG
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