20.10.2014, 16:19 Uhr

Kritische Diagnosen

Kurt Grünewald gab interessante Einblicke in den Inhalt seines Buches. Links daneben: Moderatorin Susanna Ecker und Ingrid Lechner-Sonnek. (Foto: Freimann)

Kurt Grünewalds Buch "Kritische Diagnosen" beleuchtet wunde Stellen im Gesundheitssystem.

LEOBEN. Manches bewahren, vieles verbessern und einiges ganz radikal auf den Kopf stellen: So lautet das Motto des Buches "Kritische Diagnosen", verfasst von Kurt Grünewald, dem ehemaligen Gesundheitssprecher der Grünen. Darin lässt Grünewald Fachleute zu Wort kommen, die ihre Finger auf die Wunden des österreichischen Gesundheitssystems legen. Vorgestellt wurde das Buch vergangene Woche im MuseumsCenter Leoben im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Kurt Grünewald und Ingrid Lechner-Sonnek - LAbg. und Gesundheitssprecherin der Grünen.
Kompetenzzentren
"Es gibt ca. 6.000 bis 8.000 Krankheiten die so selten vorkommen, dass oft selbst ein Facharzt sie noch nie gesehen hat", betonte Grünewald. Daher sei es nötig, Kompetenzzentren einzurichten. Auch die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1,5 Kilogramm würde durch erfahrenes Personal, das jährlich mehr als 100 Fälle betreut, sinken.

Prävention als Goldgrube
"Durch Präventionsmaßnahmen wäre es möglich, sehr viel Geld einzusparen. Dies funktioniert jedoch nur auf längere Zeit und wird daher in der Politik nicht wahrgenommen. Selbst das Projekt gesunde Schule erlosch nach fünf Jahren aufgrund zu hoher Kosten", kritisierte Grünewald.
Text und Foto: Mark Freimann
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