16.09.2014, 11:25 Uhr

Mitterlehner / Stöger: Spitzenforschung unter der Erde - Grünes Licht für "Zentrum am Berg"

Für das "Zentrum am Berg" werden am Erzberg 30 Millionen Euro investiert. (Foto: Austria Forum/P. Diem)

Bund, Land und Montanuniversität Leoben einigen sich auf gemeinsame Finanzierung - Insgesamt fließen 30 Millionen Euro in den Aufbau modernster Infrastruktur

Wien, Leoben (OTS/BMWFW/BMVIT) - In der Steiermark wird mit dem Forschungs-"Zentrum am Berg" (ZaB) eine Einrichtung von internationalem Format entstehen, auf die entsprechende gemeinsame Finanzierung haben sich das Wissenschafts- Forschungs- und Wirtschaftsministerium, das Infrastrukturministerium, das Land Steiermark und die Montanuniversität Leoben geeinigt. Für die Errichtung des großteils in Tunneln untergebrachten Forschungszentrums am steirischen Erzberg stellen alle Partner in Summe 30 Millionen Euro zur Verfügung.

"Der gemeinsame Schulterschluss von Bund, Land und der Montanuniversität Leoben zeigt den hohen Stellenwert dieses Projekts und stärkt den Forschungsstandort Österreich. Das Zentrum am Berg wird auch als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fungieren, weil hier sowohl Grundlagen- als auch gezielte Auftragsforschung von Unternehmen durchgeführt werden sollen", sagt Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, dessen Ressort insgesamt bis zu sechs Millionen Euro für dieses Projekt zur Verfügung stellen wird. "Die Forschungsergebnisse ermöglichen unter anderem Fortschritte in der Geotechnik, der Rohstoff-Gewinnung und im Berg- und Tunnelbau", erläutert Mitterlehner.

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) steuert so wie das BMWFW sechs Millionen Euro bei. "Hier zeigt sich einmal mehr, dass Forschungspolitik auch Standortpolitik ist. Österreich ist im Tunnelbau weltweit führend und hat in diesem Bereich sehr großes Know-how", sagt Technologieminister Alois Stöger. "Wir werden Erkenntnisse zu neuen Tunnelbaumethoden oder zur Verwendung neuer Materialien ebenso bekommen wie Erkenntnisse zu klassischen Infrastruktur-Themen wie Sicherheit oder Umweltverträglichkeit. Das ZaB soll mit seiner Spezialisierung auf Forschung, Training und Entwicklung eine maßgebliche internationale Bedeutung bekommen und zugleich einen kräftigen wirtschaftlichen Impuls für die Obersteiermark bringen. In einer traditionellen Industrie- und Bergbau-Region wird Hightech-Forschungsinfrastruktur geschaffen."

"Das innovative Forschungsprojekt `Zentrum am Berg´ ist ein wichtiger regionalpolitischer Impuls für den heimischen Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort, insbesondere für die Region rund um den steirischen Erzberg. Die Steiermark präsentiert sich einmal mehr als Forschungs- und Entwicklungsland Nummer eins in Österreich", freut sich der steirische Landeshauptmann Franz Voves. Der für Wissenschaft und Forschung zuständige Landesrat Christopher Drexler ergänzt: "Das Projekt Zentrum am Berg ist ein Highlight von internationaler Strahlkraft für den Forschungsstandort Steiermark".

Für den Rektor der Montanuniversität Leoben, Wilfried Eichlseder, ist das Zentrum am Berg "ein Meilenstein in der Landschaft der montanistischen Wissenschaften. Damit wird die Grundlage geschaffen, um Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben und international eine wichtige Rolle einzunehmen. Die führende Position Österreichs im Tunnelbau wird damit gestärkt und ausgebaut. Im Namen der Montanuniversität danke ich all jenen, die das Zustandekommen dieses Projektes möglich gemacht haben."

Über das "Zentrum am Berg"

Das ZaB ermöglicht grundlagen- und anwendungsorientierte, international ausgerichtete Forschung in den Bereichen Geotechnik, Rohstoffgewinnung, Berg- und Tunnelbau und Sicherheitstechnik und bildet auch eine gute Basis für entsprechende Projektanträge innerhalb des EU-Programms Horizon 2020. Im Vollbetrieb soll das Zentrum ein hochmodernes Forschungs- und Seminarzentrum für den Bau und Betrieb von Untertageanlagen (Tunnelbauwerke, U-Bahnanlagen, Untertage-Kraftwerksanlagen, Untertage-Bergbauanlagen, Tiefbohranlagen der Erdölindustrie etc.) werden. Darüber hinaus soll die Infrastruktur auch als Trainings- und Schulungszentrumzentrum für Einsatzorganisationen, für Wartungs- und Instandhaltungspersonal sowie Nutzern der Straßen- u. Bahninfrastruktur dienen.

Quelle: APA/OTS
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