26.09.2014, 08:43 Uhr

Montanuniversität Leoben durchbricht die "Schallmauer" von 4.000 Studierenden

Leoben und die Montanuniversität werden für Studierende immer beliebter. (Foto: MUL)
LEOBEN. Einen wahren Ansturm hat die Studien- und Prüfungsabteilung der Montanuniversität in den vergangenen Wochen erlebt: 677 junge Frauen und Männer haben sich bis Mittwoch, 24. September 2014, für ein Bachelorstudium in Leoben neu eingeschrieben, heißt es in einer Presseaussendung. Mehr als zwei Monate vor Ende der Nachfrist haben damit bereits um 30 Prozent mehr neue Montanisten inskribiert als in der gesamten Meldezeit des vergangenen Wintersemesters, als 520 Erstsemester bis 30. November registriert wurden.


Beliebtheitsskala

Die beliebteste Studienrichtung bei den Bachelor-Anfängern ist Petroleum Engineering mit 155 neuen Studierenden. Die Steigerung gegenüber 70 Erstsemestrigen vom Wintersemester 2013/14 ist u.a. auf eine erfolgreiche Kooperation der Montanuniversität mit der OMV zurückzuführen. Doch auch die anderen Studienrichtungen sind heuer in Leoben nachgefragt wie noch nie: Auf den Plätzen der „Hitliste“ folgen Montanmaschinenbau (78 Inskriptionen bisher), Industrielle Energietechnik (72), Industrielogistik (62) sowie Angewandte Geowissenschaften und Werkstoffwissenschaft (je 60). Auch das neue Studium der Recyclingtechnik wurde trotz extrem kurzer Bewerbungsmöglichkeiten sehr gut angenommen.

Frauenanteil

Der Frauenanteil an den neuen Bachelorstudierenden beträgt in Leoben knapp 29 Prozent, dies entspricht einem Plus von rund 5 Prozentpunkten. Am ausgeglichensten ist das Geschlechterverhältnis in der Studienrichtung Industrielle Umweltschutz- und Verfahrenstechnik mit 49 Prozent Frauen, gefolgt von Industrielogistik (42 Prozent). „Besonders erfreulich ist, dass insgesamt sechs von elf Bachelorstudienrichtungen an der Montanuniversität bereits einen Frauenanteil von mehr als 30 Prozent der Erstsemestrigen aufweisen“, erklärt der Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit Erhard Skupa. „Auch der Anteil ausländischer Studierender ist im Vergleich zum Vorjahr bereits jetzt auf 17,13 Prozent angestiegen, wobei wir wissen, dass wir hier noch ordentlich zulegen werden. Aus den Voranmeldungen ist abzulesen, dass wir die magische Marke von mehr als 700 Studienanfängern heuer erstmals überspringen werden und Leoben ebenfalls erstmals mehr als 4.000 Studierende beherbergen wird“, so Skupa abschließend

Öffentlichkeitsarbeit

Erfreut über diese überaus positive Entwicklung zeigt sich auch Rektor Wilfried Eichlseder. „Wir haben unser Studienangebot in den vergangenen Jahren konsequent entlang der Wertschöpfungskette weiterentwickelt“, so Eichlseder, „und mit der Einrichtung der neuen Studienrichtung Recyclingtechnik haben wir faktisch aus der Wertschöpfungskette einen Wertschöpfungskreislauf entstehen lassen – vom Rohstoff aus der Erde zum Rohstoff aus den Produkten, die wir recyceln.“ Für den Rektor ist der großartige Erfolg vor allem auf die konsequente Arbeit des Teams aus der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit zurückzuführen. „Was hier geleistet wird, ist richtungsweisend und bestätigt den Weg der konsequenten Informationsarbeit der vergangenen Jahre“, betont Eichlseder.

Vermittlungsarbeit

Über die Beweggründe, ein Studium in Leoben zu beginnen, haben die Studierenden der Montanuniversität erst unlängst in der Studie „Universum Student Survey 2014“ Auskunft gegeben: Auf die Frage, welche Aspekte sie am meisten bei der Wahl ihrer Hochschule beeinflusst habe, nannten 45 Prozent die Informationsveranstaltungen – hier leistet die Montanuniversität seit vielen Jahren mit sechs „Info-Tagen“ pro Studienjahr in Leoben und der „Truck-Tour“ quer durch alle Bundesländer im Frühjahr konsequente Vermittlungsarbeit. 39 Prozent der jungen Montanisten entschieden sich zudem aufgrund der Erfolge der Alma Mater Leobiensis in Hochschulrankings für ihr Studium, jeweils circa 20 Prozent auf Basis der Berichterstattung in den Medien und der Präsentation der Uni auf Karriere- und Hochschulmessen.

Siehe dazu auch denKommentarvon Wolfgang Gaube auf www.woche.at
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