17.01.2018, 12:44 Uhr

Neuer Hochwasserschutz mit doppeltem Nutzen

Landesrat Johann Seitinger und Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division, eröffneten heute den neuen Hochwasserschutz am voestalpine-Standort Leoben/Donawitz offiziell (v.l.). (Foto: Regine Schoettl/voestalpine)

Eine neue Verbauung am voestalpine-Standort Donawitz zum Schutz vor Überschwemmungen durch den Oberen Tollingbach schafft gleichzeitig ein wertvolles Naherholungsgebiet.

ST. PETER-FRST. Gemeinsam von der Wildbach- und Lawinenverbauung und der voestalpine wurde das Hochwasserschutz-Projekt "Oberer Tollingbach" realisiert. Der Hochwaserschutz soll zukünftig nicht nur das neue Drahtwakzwerk des Konzerns, sondern auch den angrenzenden Siedlungsraum vor Überschwemmungen schützen. Zusätzlich zu der Schutzfunktion schafft dieses Vorhaben ein wertvolles Naherholungsgebiet für die Anwohner der Region. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 6,3 Millionen Euro rund vier Monate vor Zeitplan fertiggestellt und heute offiziell eröffnet.

Risiko senken, Arbeitsplätze sichern

Der Obere Tollingbach stellte durch Hochwasser und Vermurungen bisher ein hohes Risiko für die Region St. Peter-Freienstein und das dort ansässige High-Tech-Drahtwalzwerk der Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns dar. Durch die erfolgte Umsetzung einer entsprechenden Verbauung über eine Gesamtlänge von 1.200 Meter sind die bachnahen Wohngebiete und Gewerbebetriebe nun vor Überflutungen abgesichert. "Mit dem Hochwasserschutz-Projekt am Oberen Tollingbach schützen wir nicht nur die Menschen und den Wirtschaftsstandort, sondern sichern auch tausende Arbeitsplätze", betonte Landesrat Johann Seitinger.

Verhinderung von Schäden

Die Kosten der baulichen Maßnahmen lagen bei insgesamt 6,3 Millionen Euro. Rund 60 Prozent davon entfielen auf die voestalpine. Aufgrund der bestehenden Infrastruktur im Gefahrenbereich des Oberen Tollingbaches wird der Nutzen durch die Verhinderung künftiger Hochwasserschäden mit rund 80 Millionen Euro beziffert. "Als Leitbetrieb in der Region gewährleisten wir mit der Errichtung des Hochwasserschutzes neben der Sicherheit unseres eigenen Werkes vor allem auch das Wohl der Anrainer – darunter zahlreiche voestalpine-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung konnten wir das Projekt sogar rascher als geplant finalisieren", erklärte Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division mit Sitz in Leoben/Donawitz.

Aufwertung des Naturraumes

Bei der Realisierung legten die Projektpartner größten Wert auf eine naturnahe Gestaltung, die unter ökologischer Bauaufsicht erfolgte. So wurden unter anderem eine Fischaufstiegshilfe sowie Einstandsbereiche aus Wasserbausteinen und Wurzelstöcken für die hier typischen Fischarten (z. B. Bachforelle) errichtet. Die Gestaltung des Bachbereiches mit Tümpeln, "Ökohaufen" aus Steinen und Wurzelstöcken, über 1.000 Bäumen und Sträuchern sowie einer Wiesenfläche mit Gräsern und Kräutern aus regionalem Saatgut bietet vielfältige Lebensräume für die beheimatete Tierwelt. In diesem Rahmen wurden auch sämtliche Bachbrücken ausgebaut. Somit konnte der Naturraum deutlich aufgewertet und ein neues Naherholungsgebiet für die Bevölkerung geschaffen werden.
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