09.11.2016, 17:41 Uhr

ÖVP-Stadtrat Lerchbammer: Leoben muss beim Kongresszentrum als Stadt aktiv werden

Kongresszentrum Altes Rathaus Leoben. (Foto: ÖVP Leoben)
LEOBEN. "Der groß angekündigte Umbau des Kongresses am Leobener Hauptplatz wird vorerst nicht realisiert! Das berichtete der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung am 29. September. Der Grund dafür liegt darin, dass bis dato noch keine „finanzkräftigen“ Investoren gefunden werden konnten", heißt es in einer Presseaussendung der ÖVP Leoben.
Stadtrat Reinhard Lerchbammer: "Leoben nennt sich zu Recht oft Kongressstadt. Das Kongresszentrum der Stadt Leoben allerdings befindet sich seit langem in einem Dornröschenschlaf. Die Geschäfte sind leer, die Bausubstanz ist mangelhaft, und das ganze Gebäude wird den heutigen Ansprüchen bei weitem nicht mehr gerecht."


Leoben muss aktiv werden

Zu warten, bis sich Investoren finden und einen „Masterplan“ vorlegen, sei laut Ansicht der Leobener ÖVP verschwendete Zeit. "Leoben muss als Stadt aktiv werden und sich endlich klar werden, in welche Richtung man gehen möchte", erklärt Lerchbammer.
Ein Innenstadtgebäude mit veralteter Infrastruktur kann mit den letzten zwei bestehenden Sälen bei weitem nicht mehr den modernen Herausforderungen gerecht werden. Dass ein Umbau seit Jahren im Raum steht und nicht in Angriff genommen wird, ist eine bedauerliche Tatsache.

Zentrale Fragen sind zu klären

„Die Stadtregierung muss sich in den kommenden Budgetverhandlungen klar werden, wie es mit diesem Gebäude weitergehen soll. Dabei müssen zentrale Fragen geklärt werden: Wie schaffe ich Möglichkeiten für alle Arten von Kongressen und Tagungen? Wie erhalte ich die Möglichkeit, Bälle in der Innenstadt zu veranstalten? Wie kann ich zusätzliche Büromöglichkeiten schaffen, ohne den Charakter des Hauses zu beeinflussen“, fordert Stadtrat Reinhard Lerchbammer.


Investition in die Zukunft

Dass ein Umbau Kosten mit sich bringt, ist für die Leobener Volkspartei klar, hier geht es jedoch um eine Investition in die Zukunft der Stadt. Will Leoben sich als Zentrum der Obersteiermark etablieren, wird kein Weg daran vorbeiführen, die Stadt attraktiv im Bereich Tagungen/Kongresse in Verbindung mit der Universität und diversen anderen Veranstaltern zu gestalten.
„Ein möglicher Umbau müsste in einem einheitlichen Gesamtkonzept geschehen, dabei müssten auch die bestehenden Säle inkludiert sein. Eine moderne Mehrzweckhalle in der Innenstadt – aufgeteilt auf zwei Etagen mit zusätzlichen Büroräumlichkeiten im Dachgeschoss – wäre sinnvoll. Dann müsste man sich auch keine Sorgen mehr über zusätzliche Veranstaltungsräume und Infrastrukturmaßnahmen machen“, so Lerchbammer abschließend.

Lesen Sie dazu die Antwort der Leobener Stadtverwaltung.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag über die ursprünglichen Ideen der Leobener Stadtverwaltung zum Kongresszentrum Altes Rathaus vom Februar 2015.
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