24.08.2016, 11:29 Uhr

Der ESV St. Michael spielt erstmals auf eigenem Grund und Boden

Blau-weiß sind unsere Farben: Fans des ESV St. Michael. (Foto: Taurer)

Aufatmen bei den Sportlern von St. Michael: Die Gemeinde hat das Areal von den ÖBB übernommen.

ST. MICHAEL. Das erste Heimspiel in der Fußball-Oberliga ist für den ESV St. Michael von besonderer Bedeutung. Es ist weniger der Gegner: Am Samstag, 27. August, um 17 Uhr, ist Irdning zu Gast. Sondern der Umstand, dass es nach 79 Jahren das erste Match auf eigenem Grund und Boden ist.

Langwierige Verhandlungen

Schon lange gingen die Bestrebungen in Richtung Erwerb durch die Gemeinde, da die Eigentumsverhältnisse den Neubau des Sportheimes blockierten. Das beinahe 100-jährige ehemalige Ledigenheim mit zwei Kabinen für 120 Fußballer, zwei winzigen Räumen für 90 Tennisspieler und desolaten Nassräumen entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Drei Bürgermeister der Marktgemeinde St. Michael – Heinz Jungwirth, Kurt Gindl und Karl Fadinger – beschäftigte der Kauf. Fadingers Zugänge als ehemaliger ASFINAG-Zentralbetriebsrat führten ihn direkt zu Andreas Matthä, inzwischen ÖBB-Boss. Mit Zähigkeit und Verhandlungsgeschick gelang es, die vorvertraglich fixierte Summe zu halbieren.

Sportzentrum für alle

Bürgermeister Karl Fadinger: "Eineinhalb Jahre und viele Reisen nach Wien hat es gebraucht, aber nach dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss ist alles unter Dach und Fach. Unser Ziel ist ein Sportzentrum für alle, wobei die Erhaltung der Gemeinde obliegt und der ESV als Betreiber auftritt."

Große Pläne

Nun geht es an die Realisierung einer zeitgemäßen, funktionellen Unterkunft. Geplant ist auch, den Altbestand für Stockschützen und Beach-Volleyball zu adaptieren. Pläne sind beim Land eingereicht. "Denn ohne öffentliche Hand ist das nicht zu stemmen", sagt Bürgermeister Fadinger, der demnächst einen Termin bei Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer wahrnimmt.

Rück- und Ausblick

Die vergangene Saison war für die ESV-Fußballer sehr aufregend. Der Aufstieg in die Landesliga wurde im Entscheidungsspiel gegen den SC Bruck vor 1.400 Fans knapp verpasst. Sektionsleiter René Vötsch: "Der Unterbau passt mit vier Jugendteams, U7 bis U16 und dem Zweier-Team. Kameradschaft, Eigenbauspieler, Trainer, Funktionäre, die an einem Strang ziehen, sind unsere Erfolgsfaktoren." Mit Michael Rabko und den Pachner-Brüdern kamen Verstärkungen mit Bezug zu St. Michael. "Ein Top-5-Platz muss sein", lautet die Prognose von Vötsch.
Aktuelle Probleme der Infrastruktur betreffen Rasenmäher und das schwache Flutlicht. Aber jetzt freuen sich alle Fans von St. Michael einmal auf das Heimspiel am Samstag gegen Irdning.

Text und Fotos: Peter Taurer
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