16.09.2016, 16:32 Uhr

Saubermacher erschließt neue Rohstoff-Lager in Elektroaltgeräten

Hans Roth (Saubermacher-Eigentümer), Landesrat Christian Buchmann, Landesrat Johann Seitinger, Andreas Säumel (Geschäftsführer Anton Mayer GmbH, Gerhard Ziehenberger (Technikvorstand Sau- bermacher) (v.l.) (Foto: Saubermacher)
ST. MICHAEL. Sortiert, zerkleinert, getrennt und als sortenreine Rohstoffe zurück in den Kreislauf. Diesen Weg gehen Elektroaltgeräte (EAG) mit Saubermacher. Der Umweltpionier weiht am 12. September in St. Michael seine neue EAG-Aufbereitungsanlage ein. Die Anlage, die ganz bewusst die bestehende Infrastruktur am obersteirischen Verkehrsknotenpunkt nutzt, ermöglicht die umfassende Rückgewinnung verschiedener Sekundärrohstoffe aus jährlich bis zu 20.000 Tonnen gebrauchter oder kaputter Elektrokleingeräte wie Handys, Toaster & Co.

Partnerschaft mit regionalem Mehrwert

Die Anlage wurde in einer angemieteten Halle des obersteirischen Entsorgungsunternehmens Anton Mayer errichtet. Darüber hinaus wurden zusätzliche Lagerboxen für die Vorbehandlung bzw. Vorsortierung, beispielsweise Lithium-Ionenbatterien, am Saubermacher-Standort in Premstätten gebaut.
Die gute logistische Anbindung in St. Michael und die vorhandene leerstehende Halle veranlassten Saubermacher zur Kooperation. „Die Nutzung der bestehenden Infrastruktur macht vor allem aufgrund der volatilen Marktbedingungen Sinn“, erläutert Gerhard Ziehenberger, Technik-Vorstand bei Saubermacher, wie wichtig die Nutzung von Synergien mittlerweile in der Abfallwirtschaft ist, selbst wenn Saubermacher zu den Top 3 Anlagenbetreibern in Österreich zählt.
„Auch die regionale Wertschöpfung ist uns wichtig. Wir haben steirische Betriebe mit Teilen der Anlagenerrichtung betraut und schaffen in St. Michael zusätzlich fünf Jobs“, so Ziehenberger weiter. „Saubermacher und Anton Mayer verbindet schon seit langem eine gute Partnerschaft. Die jüngste Kooperation bringt Vorteile für beide Unternehmen“, zeigt sich auch Andreas Säumel, Geschäftsführer der Anton Mayer GmbH, über die Synergienutzung erfreut.
Das Investitionsvolumen beträgt mehr als eine Million Euro. Saubermacher trägt das Invest allein. Für die Betriebsführung wurde eine gemeinsame Gesellschaft gegründet.

Eröffnungsfeier für Kunden und Partner

Saubermacher ließ es sich nicht nehmen, mit Gästen aus Politik, u.a. Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und Umweltlandesrat Johann Seitinger, Vertretern von Kommunen und Verbänden, der Wirtschaft und Wissenschaft, die Aufbereitungsanlage feierlich zu eröffnen.
„Wir verdanken die neue Anlage, die übrigens die einzige EAG-Anlage im Alpe-Adria-Raum ist, die alle Gerätekategorien verwerten kann, nicht zuletzt auch unseren Kunden, die uns ein gewisses Grundausmaß an Investitionssicherheit geben“, bedankte sich Hans Roth, Saubermacher Eigentümer, bei den zahlreich erschienen Partnern für das langjährige Vertrauen.


Alleinstellungsmerkmal beibehalten

In Österreich fallen pro Jahr durchschnittlich 30.000 Tonnen Kleingeräte an. Saubermacher bereitet derzeit rund ein Fünftel davon in St. Michael auf. Als Grundlage für den Produktionsablauf diente das Schema des E-Cyclingparks in Premstätten, der 2014 durch einen Brand völlig zerstort wurde. Das weitere Know-how für die einzelnen Aufbereitungsschritte stammt von Saubermacher selbst. Zudem hat der Umweltpionier als einziges Unternehmen in Österreich mit allen Sammel- und Verwertungssystemen Verträge für die Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten und ist der einzige Betrieb, der für alle EAG-Materialströme entsprechende Verwertungsanlagen in Österreich hat.
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