partielle Mondfinsternis vom 16./17 Juli
Vom Neulicht zur Mondfinsternis

04.07.2019 Diese Neulichtsichel des Mondes markiert den Beginn des Mondzyklus
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  • 04.07.2019 Diese Neulichtsichel des Mondes markiert den Beginn des Mondzyklus
  • hochgeladen von Helmut Gring

Daten der partielle Mondfinsternis vom 16./17 Juli:

Eintritt in den Halbschatten MESZ 20:42
Eintritt in Kernschatten MESZ 22:01
Mitte der Finsternis MESZ 23:31
Austritt aus Kernschatten MESZ 1:00
Austritt aus Halbschatten MESZ 2:20

Zur Höhepunkt der Finsternis sind 66% des Monddurchmessers im Kernschatten der Erde.
Ebenfalls am 16. Juli befindet sich der Mond in der Nähe von Saturn

(MESZ = mitteleuropäische Sommerzeit)

Schon am 13.07.2019 kann in bemerkenswerter Weise der Mond bei Jupiter gemeinsam mit dem Saturn beobachtet werden!

Sonnen und Mondfinsternisse sind nur möglich wenn der Mond in der Nähe eines Knotendurchgangs ist, der sich wiederum auf einer Linie zwischen Sonne und Erde befinden muss, was nur bei Vollmond oder Neumond zutrifft. Bei einer Stellung von Vollmond oder Neumond oberhalb oder unterhalb der Ekliptik gibt es keine Finsternis.

Klingt kompliziert, meint aber nur eine Stellung von Sonne Erde und Mond in der der Schatten der Erde den Mond treffen kann oder der Schatten des Mondes die Erde. Wenn der Mond um diese Zeit von einem Standpunkt der Erde gesehen werden kann (also aufgegangen ist), kann man auch die Mondfinsternis beobachten. Bei der Sonnenfinsternis ist das anders, weil der Mondschatten nur einen kleinen Streifen auf der Erde trifft.

Damit der Mondschatten genau auf die Erde zeigt, muss Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen. Der Erdschatten trifft den Mond auch nur wenn Sonne Erde und Mond hintereinander stehen.

Der Knotendurchgang ist jener Punkt der Mondbahn, wo der Mond die Ebene der Ekliptik durchdringt, also von oberhalb der Ekliptik Ebene auf unterhalb dieser Ebene wechselt und umgekehrt. Die Mondbahn hat also immer zwei Knotendurchgänge.

Die Ekliptik wird durch den gedachten Strahl vom Mittelpunkt der Sonne zum Mittelpunkt der Erde konstruiert. Rotiert die Erde um die Sonne bildet sie mit diesem Strahl die Ebene der Ekliptik. Von der Erde aus gesehen ist dies die Bahn der Sonne. Auf dieser Ekliptik Ebene haben die Alten die Sterne des Tierkreises angesiedelt und damit das Voranschreiten des Jahres mit den Fixsternen vermessen. Wir sehen diese Ebene als Bogen, weil die Erde (ungefähr) eine Kugel ist auf der wir stehen und uns mitdrehen.

Sonnen und Mondfinsternis treten in der Regel hintereinander auf. Diesmal war es die totale Sonnenfinsternis am 2.Juli ( war in Europa nicht sichtbar) und die partielle Mondfinsternis am 16./17. Juli.

Finsternisse kommen in regelmäßigen Abständen (etwa halbjährlich) vor, weil dann der Knoten wieder an der richtigen Stelle für eine Finsternis ist.
Wäre die Mondbahn lagestabil um die Erde, würden die beiden Knotendurchgänge allein durch die Bewegung der Erde um die Sonne ihre Position zur Sonne verändern.
Aber ganz so einfach macht es uns die Natur nicht und die Knoten habe noch eine zusätzliche Bewegung genauso wie sich die Bahnellipse des Mondes dreht und sich der Abstand Erde und Mond in den Knoten verändert.

weitere Infos:

Neulicht
https://de.wikipedia.org/wiki/Neulicht

Mondfinsternis
https://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis

Saroszyklus
https://de.wikipedia.org/wiki/Saroszyklus

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