12. Preis des Bürgermeister von Wien

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Wo: Praterhauptallee, 1020 Wien auf Karte anzeigen

26. und 27. September 2015: Die ÖGHK - Österreichische Gesellschaft für Historisches Kraftfahrwesen veranstaltete den Preis des Bürgermeister von Wien zum 12. mal. Es war wieder eine vereinsübergreifende Veranstaltung. Auf Grund der Witterung waren der Anteil an Vorkriegsfahrzeugen eher gering, dafür war die Teilnahme an amerikanischen Fahrzeuge sehr groß.

Auch heuer nahmen wieder ausländische Teilnehmer an der Veranstaltung teil, insgesamt kamen über 60 Teams. Der Treffpunkt für den Vorstart war in der Prater Haupt Allee.

Um 09.45 Uhr begann die Fahrt durch die Leopoldstadt und Brigittenau, geordnet nach Startnummern.

Durch die vielen Teilnehmer und den langen Vorreden der Bezirkspolitiker begann die Fahrt nicht wie geplant um 10.30 Uhr sondern etwas verspätet. Es gab bei der 1. Etappe einige Durchfahrtkontrollen und Sonderprüfungen. In gemütlichen Tempo ging es durch den 20. und 2. Bezirk. Die weiteste Durchfahrtkontrolle war wieder beim ARBÖ Stützpunkt in der Wehlistraße 362. Zurück in der Prater Haupt Allee ging es auf das Wiener Wiesen Fest in das "GÖSSER Festzelt" zum Mittagessen.

Die 2. Etappe begann nach dem Mittagessen, es gab wieder Durchfahrtkontrollen und Sonderprüfungen. Die Route führte von der Prater Haupt Allee ging es zur Schiffsstation Reichsbrücke
über den Treppelweg stromaufwärts bis zum Nußdorfer Spitz als Wendepunkt.

Dann ging es zur Millennium City zu einer Sonderprüfung. Die nächste Durchfahrtskontrolle war beim Lusthaus. Am Rückweg zur Prater Haupt Alle musste noch eine Sonderprüfung absolviert werden. In der Prater Haupt Allee bei der Zieleinfahrt gab es die Einladungskarten für den Abendempfang in den Rittersaal des Wiener Rathauskeller.

Das wechselhafte Wetter hatte die vielen Schaulustigen an der ganzen Strecke nicht abgehalten die Fahrzeuge zu bestaunen und die Teams zu beklatschen.

Am Sonntag war die Abfahrt bei trockenem Wetter um 09.00 Uhr in der Prater Haupt Allee in Richtung Seestadt/Aspern. Die 3. Etappe führte durch den Stadlauer Kirtag wo wieder viele Passanten die Fahrzeuge besichtigten. Nach der Ankunft in Aspern wurden die Oldtimer auf dem letzten Stück vom Flughafen abgestellt und es gab eine Führung durch das Areal.

Flughafen Aspern
1880 wurde auf dem Flugfeld der erste Flugversuch unternommen. Der Flughafen Aspern wurde 1912 errichtet. Er zählte zu den größten und modernsten in ganz Europa. Der Flughafen war Ausgangspunkt der Flugpostlinie Wien-Lemberg-Kiew. Auch befand sich auf dem Gelände eine Flugschule und ein Flugmuseum.

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs war Aspern Stützpunkt der Luftschutztruppen. Nach Kriegsende lag der Flughafen einige Jahre brach. 1920 wurde er erneut für den internationalen Flugverkehr ausgebaut und war der Best ausgestattete Flughafen Europas. 1931 landete das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin".

1939 Zweiter Weltkrieg, wurde der Flughafen neuerlich zum Luftwaffenstützpunk. 1945 wurde in Aspern die russische Kommandantur eingerichtet. Ab 1955 übernahm der österreichische Aero Club den Flughafen.

Ende der 1950er-Jahre wurde der Flugplatz einmal jährlich zum Austragungsort des Preises von Wien. Die Rollbahn wurde zur Autorennstrecke umfunktioniert. Die Rennstrecke wurde von Go-Karts ebenso befahren wie von Motorrädern, Tourenwagen und Rennwagen.

Am 1. Mai 1977 wurde der Flughafen aufgelassen. Vor der Bebauung des Areals wurden noch mehrmals der "Große Preis von Wien" als Gleichmäßigkeitsrennen mit Oldtimern veranstaltet.

Das Areal nordöstlich des historischen Dorfes Aspern im Marchfeld wurde nach einem künstlichen See in der Mitte des Entwicklungsgebiets benannt.

Auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern, sollen bis zum Jahr 2028 rund 240 Hektar verbaut werden. Dies entspricht der Fläche des 7. und des 8. Wiener Gemeindebezirks. Geplant sind etwa 10.500 Wohnungen für 20.000 Menschen und Betriebsstätten für 15.000 Büroarbeitsplätze sowie 5.000 Arbeitsplätze in Gewerbe, Wissenschaft, Forschung und Bildung.

Der heilige Boden der Flug- und Rennsportgeschichte in Wien verliert seine Bedeutung.

Nach der Führung ging es zum Ziel in den Prater.

In der OXXENKRACHERL Alm am Wiener Wiesen Fest war anschließen die Preisverleihung.

Das Roadbook war gut verständlich verfasst und es war eine gut gelungene Veranstaltung. Man kann den Veranstalter und dem Betreuungspersonal nur gratulieren.

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