Gelati Alberi
113 Jahre italienische Eismachertradition

Wasnergasse:  Der erste Alberti-Eissalon eröffnete 1906. Das Foto zeigt Urgroßvater Giovanni im weißen Mantel, links neben ihm ist seine Frau Maria.
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  • Wasnergasse: Der erste Alberti-Eissalon eröffnete 1906. Das Foto zeigt Urgroßvater Giovanni im weißen Mantel, links neben ihm ist seine Frau Maria.
  • Foto: Alberti
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Bei "Gelati Alberti" in der Praterstraße gibt es Eis nach 113 Jahre alter italienischer Familientradition. Der erste Salon eröffnete 1906 in der Wasnergasse.

LEOPOLDSTADT/BRIGITTENAU. "Eis ist bei uns Familiensache", sagt Luca Alberti stolz. Vor zwei Jahren übernahm er "Gelati Alberti" in der Praterstraße von seinem Vater. Eigentlich hatte er etwas anderes vor, aber: "Ich bin die vierte Alberti-Generation und 113 Jahre italienische Eismachertradition kann man nicht sterben lassen", so Alberti.

Bereits als er ein kleiner Bub war sagte die Großmutter: "Einmal wirst du den Eissalon führen." "Es hat zwar eine Weile gebraucht, aber umso glücklicher bin ich jetzt, der Chef zu sein", lacht der 42-Jährige. Übrigens: Sein Vater Carlo wohnt im gleichen Haus und kommt auch oft auf einen Café vorbei. Dabei ist er dem Junior mit seinen 50 Jahren Berufserfahrung "der beste Berater, den man sich wünschen kann".

Von Trentino nach Wien

"Mein Urgroßvater Giovanni machte sich Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Trentino, das damals noch zu Österreich gehörte, als Scherenschleifer auf den Weg nach Wien", erzählt Alberti. Er zog von Dorf zu Dorf, schliff Messer und Scheren und brauchte drei Monate zu Fuß bis nach Wien.

Schnell merkte er, dass man in Wien in kurzer Zeit viel mehr Geld verdienen kann, als auf dem langen Weg hierher. „Er lernte bei einer K&K Hofzuckerbäckerei das Eismachen und eröffnete 1906 seinen ersten Salon in der Wasnergasse beim Augarten und expandierte schnell.“ Großvater Iginio übernahm dann bereits fünf Eissalons im 2. und 20. Bezirk.

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ging Iginio nach Italien. Nach seiner Rückkehr waren alle Salons zerbombt. "Aber mein Opa hatte Zuckersäcke versteckt, die er eintauschen konnte, um den Wiederaufbau zu finanzieren“, so Luca Alberti. 1977 übernahm Carlo das Geschäft in der Praterstraße. „Ich habe den Salon von meinem Vater im Originalzustand übernommen, was bis heute seinen unverwechselbaren Charme ausmacht“, so Alberti.

Italienische Tradition

Know-how und alte Familienrezepte machen das Eis auch heute noch so gehaltvoll. Ob köstliches Mohneis, das der Großvater erfunden hat, oder die anderen Alberti-Klassiker wie Vanille, Erdbeer oder Pistazie. Für Alberti ist der Eissalon ein Fulltime-Job, den er nicht mehr missen möchte. Ob er selbst noch Eis isst? „Eines pro Tag mindestens“, lacht er.

Öffnungszeiten und Kontakt

Gelati Alberti in der Praterstraße 40 hat täglich, 10–22 Uhr, geöffnet. Mehr Informationen erhalten Sie unter 0676/615 22 31 oder hier auf der Homepage von Gelati Alberti 

Autor:

Ulrike Kozeschnik-Schlick aus Alsergrund

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